KIRCHE: Kurt Koch zum Kardinal ernannt

Am Samstag hat Papst Benedikt XVI. Kurt Koch zum Kardinal ernannt. Dem Schweizer Erzbischof wurde in Rom nebst 23 weiteren Geistlichen als Zeichen des höchsten katholischen Würdenträgeramtrs das rote Kardinalsbirett aufgesetzt.

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Kurt Koch kniet im Petersdom in Rom vor Papst Benedikt XVI. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Kurt Koch kniet im Petersdom in Rom vor Papst Benedikt XVI. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Bei einem Wortgottesdienst im Petersdom überreichte Papst Benedikt XVI. ihnen das Kardinalsbirett und das Ernennungsdekret. Während der Zeremonie schworen die neuen Kardinäle dem Papst und seinen Nachfolgern Treue und Gehorsam. In seiner Predigt rief Benedikt XVI. sie auf, der Kirche zu dienen. In der Kirche sei niemand Herrscher. Das Kriterium für Grösse sei nicht Macht nach menschlichen Massstäben, sondern der Dienst.

Kardinäle sind die höchsten katholischen Würdenträger nach dem Papst. Insgesamt stieg ihre Zahl auf 203. Zur Papstwahl wären von ihnen derzeit 121 berechtigt, da zum Konklave nur Kardinäle zugelassen sind, die das 80. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Mit Koch zählt die Schweiz nebst Georges Marie Martin Cottier, Henri Schwery und Gilberto Agustoni nun vier Kardinäle.

Die Feierlichkeiten werden am Sonntag fortgesetzt. Dann erhalten die neuen Kardinäle vom Papst bei einer Messfeier im Petersdom ihre Ringe überreicht.

Der Emmer Kurt Koch war vor seiner Tätigkeit als Bischof Professor an der Theologischen Fakultät Luzern (1989 – 1996) und als Bischof von Basel Honorarprofessor der Universität Luzern.

ap/kst