Kirche tröstet die Geschiedenen

Von wegen ewige Liebe: Immer mehr Paare reichen die Scheidung ein. Die katholische Kirche Luzern will den Getrennten beistehen. Und fasst damit ein heisses Eisen an.

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Jürgen Rotner und Beata Pedrazzini organisieren einen Gottesdienst für Geschiedene und Getrennte. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Jürgen Rotner und Beata Pedrazzini organisieren einen Gottesdienst für Geschiedene und Getrennte. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Im Bistum Chur sollen wiederverheiratete Geschiedene von den Sakramenten ausgeschlossen werden: Das schreibt Bischof Vitus Huonder in seinem noch unveröffentlichten Hirtenbrief zur Fastenzeit. Alle Pfarrer im Bistum Chur sind angehalten, die Worte des Bischofs zu verlesen.

Offener geht die Luzerner Katholische Kirche mit Geschiedenen um. Hier findet unter dem Namen «Zerbrochene Liebe» am kommenden Sonntag ein ökumenischer Gottesdienst speziell für Geschiedene und Getrennte statt. Im Gottesdienst, der in der Kirche St. Josef-Maihof in Luzern stattfinden wird, sollen vor allem Erfahrungen ausgetauscht und Trost gespendet werden. Diese Idee kommt bei Urs Corradini, Regionalverantwortlicher der Bistumsregion St. Viktor gut an: «Geschiedene gehören ebenfalls zur Kirche.» Die Trennung zerrütteter Paare sei für die Kirche nachvollziehbar und sogar im Kirchenrecht für ausweglose Situationen vorgesehen.

Andreas Bättig

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