KIRCHEN: Kletterpartie Richtung Himmel

Acht Meter in die Höhe geht es am Stand der drei Luzerner Landeskirchen. Die Freikirchen indes setzen weniger auf den Spassfaktor.

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Gut gesichert können sich auch kleinere Luga-Gäste an der Kletterwand versuchen. (Bild Manuela Jans)

Gut gesichert können sich auch kleinere Luga-Gäste an der Kletterwand versuchen. (Bild Manuela Jans)

scd. Von weitem mutet es halb so wild an. Doch ist man erst vor Ort und blickt karabinergesichert aufwärts, sind acht Meter, die es zu erklimmen gilt, doch eine rechte Höhe. Dennoch haben in den zehn Messetagen rund 2500 Luga-Besucher die Kletterwand der Luzerner Landeskirchen in Angriff genommen. Der ökumenische Stand im Aussengelände der Halle 2/3 steht bezeichnenderweise unter dem Motto «himmelwärts».

Töfflirennen an der LUGA mit frisierten und originell gestalteten Töfflis. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
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Optisch sehr aussergewöhnliche Gefährte. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Auch die Fahrer haben sich optisch einen Spass erlaubt. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Das Duo Corinne und Kerstin in Aktion auf der Eventbühne an der Luga. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Kraft, Beweglichkeit, Eleganz - so lässt sich die Show des Akrobatik-Duos Corinne und Kerstin zusammenfassen. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Der Zivildienst (Raphael Drago) begleitet ältere Menschen, im Bild Maggie Wunderin, durch die Luga. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Björn Hemmi besucht zusammen mit Sohn Marc und Tochter den Brain Bus an der Luga. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Pferdeshow mit Freiberger-Hengsten der IG Freiberger. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Pferdeshow mit Freiberger-Hengsten der IG Freiberger. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Die Luga-Bahnen erfreuen sich grosser Beliebtheit. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Keiner zu klein, ein Töfffahrer zu sein. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Marktschreiber Daniel Meier bringt sein Gemüsehobel unter die Leute. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Der Gastkanton Bern präsentiert sich. Die Power Dancers aus Emmenbrücke präsentieren ihr Können auf der Eventbühne im Hinblick auf das Eidgenössiche Turnfest in Biel. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)
Für Staunen sorgten denn auch die Turnerinnen aus dem Junioren-Kader des Regionalzentrums Biel-Seeland mit ihrem gelungenen Auftritt. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)
Die Turnerinnen sorgen für Staunen. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)
Viel Action: Turnerinnen am Berner Tag. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)
Kunstturner aus Berner präsentieren sich auf der Showbühne. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)
Kunstturner aus Berner präsentieren sich auf der Showbühne. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)
Zweispänner mit den Wallachen Aladin und Argon von Fritz Schmid und Pia Flückiger an der Pferdeshow. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)
Barbara Müller auf dem Pferd Artho di Fosso an der Pferdeshow. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)
Einspänner mit der Stute Ivana von Fränzi und Christof Hertig aus Oberfrittenbach an der Pferdeshow. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)
Der Gastkanton Bern präsentiert sich Eisenbahnmusik BSL auf der Eventbühne. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)
Jägertag an der Luga: Die Jagdhornbläser Birkhahn aus Marbach an der Sonderschau Jagd. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)
Bild: Manuela Jans / Neue LZ
Bild: Manuela Jans / Neue LZ
Das alljährliche Säulirennen an der Luga. (Bild: Pius Amrein)
Das alljährliche Säulirennen an der Luga. (Bild: Pius Amrein)
Allseits beliebt: Tiere im Streichelzoo. (Bild: Pius Amrein)
Bild: Pius Amrein
Regierungspräsident Guido Graf, Ratsweibelin Anita Imfeld-Müller, Kantonsratspräsident Urs Dickerhof, die Berner Grossratspräsidentin Therese Rufer-Wüthrich und Christine Zimmermann, Ratsweibelin Bern (von links), am Stand des Gastkantons Bern an der Luga. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Bild: Pius Amrein
Bild: Pius Amrein
Sybille Buntschu aus Horw mit ihrer Tochter Johanna (4) im Streichelzoo. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Bild: Pius Amrein / Neue LZ
Allseits beliebt: Tiere im Streichelzoo. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Streichelzoo an der Luga. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Streichelzoo an der Luga. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Bild: Pius Amrein / Neue LZ
Bild: Pius Amrein / Neue LZ
Auch in diesem Jahr werden wiederum Kühe an der Luga präsentiert. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Streichelzoo an der Luga. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Streichelzoo an der Luga. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Tiere an der Luga. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Die letzten Vorbereitungen an der Luga laufen am Freitag, 25. April: Lucia Haegeli von Haegli-Magenbrot richtet ihren Verkaufswagen ein. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)
Isabella Ambühl von Asia Design bereitet ihren Stand vor. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)
MovingPoster klebt Plakate auf. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)
Claudio Lötscher aus Hergiswil platziert die Plüschtiere an seinem Stand fürs Entenfischen. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Töfflirennen an der LUGA mit frisierten und originell gestalteten Töfflis. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

«Wollen nicht missionieren»

Was aber haben die Kirchen an einer «Erlebnismesse», wie die Luga ja per Eigenbezeichnung eine ist, zu suchen? «Wir sind eine Geh-hin-Kirche und wollen nicht warten, bis die Leute zu uns kommen – entsprechend ist die Luga geradezu ideal, um sich einem grossen Publikum zu zeigen», sagt Dominik Thali, Mediensprecher der römisch-katholischen Kirche des Kantons Luzern, auf Anfrage. Passt denn der Event-Charakter des Stands zu den Kirchen? «Wir sind nicht hier, um zu missionieren», betont Thali. «Uns geht es darum, präsent zu sein und uns von einer jungen, offenen und spannenden Seite zu zeigen.» Auch wolle man wiederum einen Platz zum Verweilen schaffen – «ohne Kauf- und Konsumdruck». Im Café Paradies könne man umsonst etwas Kleines essen und trinken.

Die römisch-katholische, die reformierte und christkatholische Luzerner Landeskirche nehmen dieses Jahr zum elften Mal gemeinsam an der Luga teil. «Wir sind sicher auch nächstes Jahr mit von der Partie», so Thali. Das genaue Thema des Auftritts sei aber noch nicht definiert.

Noahs Arche im Kleinformat

Im Jahr 2007 lautet das Motto «Arche Noah» – genau wie heuer beim Stand der Luzerner Gruppierung «Aktion zur Verbreitung der Heiligen Schrift» in der Halle 13. Hier lädt ein Modell der Arche «im Massstab 1:70» zum Verweilen ein. Und es dauert auch nicht lange, bis man von einem der Standbetreuer angesprochen wird. Wie von Sekten-Experte Pfarrer Martin Scheidegger aus Langenthal zu erfahren ist, handelt es sich um einen Zusammenschluss «gläubiger Vertreter verschiedener freikirchlicher Bewegungen, die ihren Missionsauftrag wahrnehmen». Vermittelt werde ein fundamentalistisches Endzeitbild: «Der Mensch wollte so sein wie Gott, war und ist immer noch ungehorsam.» Darum müsse er auf den rechten Pfad zurückgebracht werden – durch die Bibel.