Kirchgemeinden wollen aus Luzern austreten

Die reformierten Teilkirchgemeinden Meggen-Adligenswil-Udligenswil und Horw haben sich gegen die Kirchgemeinde Luzern entschieden: An der Urne stimmten über 90 Prozent für die Eigenständigkeit.

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Die reformierte Weinbergli-Kirche in der Stadt Luzern. (Bild: Archiv Neue LZ)

Die reformierte Weinbergli-Kirche in der Stadt Luzern. (Bild: Archiv Neue LZ)

Die Mitglieder der reformierten Teilkirchengemeinden Horw und Meggen-Adlisgenswil-Udligenswil entschieden sich am Sonntag an der Urne für das Austrittsverfahren aus der Kirchgemeinde Luzern, gemäss einer Medienmitteilung.

In Horw stimmten 91,3 Prozent der Kirchenmitglieder (Stimmbeteiligung 35,3 Prozent) für die Vorlage. Die Mitglieder in Meggen-Adligenswil-Udligenswil waren mit 94,3 Prozent (Stimmbeteiligung 35.2 Prozent) dafür.

Zwei Prozesse kommen in Gang

In der Reformierten Kirche Luzern werden zwei Prozesse angestossen: Einerseits läuft die bereits initiierte Verfassungsrevision der Kantonalkirche. Darin wird auch die künftige Gemeindestruktur und Zusammenarbeit zwischen den Kirchgemeinden und der Kantonalkirche geregelt.

Andererseits gibt es nun einen Ablösungsprozess innerhalb der Reformierten Kirche Luzern. Die Beteiligten erarbeiten einen Austrittsvertrag. Das wird Zeit in Anspruch nehmen, wie in der Mitteilung weiter zu lesen war.

pd/ks