Kommentar

Frühe Förderung von behinderten Kindern lohnt sich 

Eltern mit einem behinderten Kind sollen finanziell stärker unterstützt werden. Eine gesetzliche Finanzierungsregelung für Kita plus-Plätze ist daher richtig, findet Redaktorin Yasmin Kunz.

Yasmin Kunz
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Redaktorin Yasmin Kunz (Bild: Pius Amrein)

Redaktorin Yasmin Kunz (Bild: Pius Amrein)

Für Eltern mit einem behinderten Kind ist es schwierig, im Kanton Luzern eine Kindertagesstätte (Kita) zu finden. Von mehr als 100 Krippen nehmen gerade mal deren 40 Kinder mit geistigen und körperlichen Beeinträchtigungen auf, sogenannte Kitas plus.

Eine weitere Hürde ist die finanzielle. Eltern müssen für die Betreuung eines Kindes mit Behinderung mehr zahlen, als für ein Kind gleichen Alters, das «gesund» ist. Das ist insofern verständlich, als dass Kinder mit Beeinträchtigungen in der Betreuung mehr Zeit beanspruchen.

Der Luzerner FDP-Kantonsrat Jim Wolanin will nun mittels Motion die finanzielle Benachteiligung aus dem Weg räumen, in dem er bei der Regierung eine Finanzierungsregelung über das Volksschulgesetz verlangt. Das macht Sinn, weil der heilpädagogische Früherziehungsdienst bei der Volksschule angegliedert ist.

Ungeachtet der finanziellen Frage steht jedoch fest: Je früher die Kinder gefördert werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Einschulung in der Regelklasse gelingen kann. Und das muss das Ziel der Chancengleichheit sein: Den Kindern das Recht zuzugestehen, dass sie mit ihren Fähigkeiten und Besonderheiten Zugang zu allen Lebenschancen erhalten.