Kitas: Luzerner Regierungsrat mischt sich nicht in Finanzierung ein

Der Luzerner Regierungsrat sieht sich ausserstande, in die Finanzierung der Kindertagesstätten einzugreifen.

Drucken
(sda)

Die Krippen seien Sache der Gemeinden, hält er in seiner Antwort auf ein Postulat von Kantonsrat Urban Sager (SP) fest.

Sager forderte in seinem Vorstoss den Regierungsrat auf, dafür zu sorgen, dass die Kindertagesstätten den Angestellten faire Löhne zahlen und moderate Tarife von den Eltern verlangen könnten. Die Regierung solle deswegen zusätzliche Finanzierungsmodelle prüfen.

Sager macht sich dabei auch für Tarifvergünstigungen durch die Unternehmen stark. Diese profitierten von einer ausgebauten familienergänzenden Kinderbetreuung.

Der Regierungsrat lehnt Sagers Ansinnen aber ab, wie aus seiner am Montag publizierten Antwort hervorgeht. Die familienergänzende Kinderbetreuung sei im Kanton Luzern eine Gemeindeaufgabe. 30 Gemeinden, in denen 70 Prozent der kantonalen Bevölkerung wohnten, würde denn auch über Betreuungsgutscheine die Kinderhorte subventionieren.

Westschweizer Kantone keine Vorbilder

In den Kantonen Waadt, Neuenburg und Freiburg müssen sich die Unternehmen finanziell an der Kinderbetreuung beteiligen. Die Höhe ihrer Beteiligung richtet sich nach der Lohnsumme. In diesen Kantonen sei die familienergänzende Kinderbetreuung aber beim Kanton, hält der Luzerner Regierungsrat fest.

Im Kanton Luzern bestehe dagegen keine gesetzliche Grundlage, die Unternehmen zur finanziellen Beteiligung an der Kinderbetreuung zu verpflichten, schreibt der Regierungsrat. Gleiches gelte für die Schaffung neuer Finanzierungsmodelle oder Vergünstigungen durch die öffentliche Hand.