Kitesurfer verstehen die Welt nicht mehr

Die Gründe für das Kiteverbot auf dem Sempachersee lassen die Kitesurfer nicht gelten: Die Sportler wollen jetzt aktiv werden.

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Seit dem 1. März verboten: Kitesurfen auf dem Sempachersee. (Bild: PD)

Seit dem 1. März verboten: Kitesurfen auf dem Sempachersee. (Bild: PD)

Seit dem 1. März haben Kitesurfer auf dem Sempachersee nichts mehr verloren: Mit der Revision der Schifffahrtsverordnung ist die Sportart dort verboten. «Niemand wäre angesichts des Verordnungsentwurfs auf die Idee gekommen, dass sich für die Kitesurfer etwas ändern könnte», sagt Ruedi Christen, Generalsekretär von Swiss Sailing.

«Heftige Rückmeldungen» führten zu Verbot

Peter Kiser, Leiter der Dienststelle Strassenverkehrsamt, bestätigt, dass der «Drachensegel-Paragraf» in der Vernehmlassung enthalten war. Ging er bei der Endfassung einfach vergessen? Nein, vergessen gegangen sei der Paragraf nicht, sagt Kiser. Vielmehr habe es «relativ heftige Rückmeldungen» gegeben, was das Kitesurfen anbelange.

Als Gründe seien fehlende Startplätze, die Bedrohung der Vögel durch die tanzenden Drachen und die Schäden am Schilfgürtel durch landende Drachen aufgeführt worden. «Vor allem von einer anderen kantonalen Dienststelle wurde in der Weiterbearbeitung des Verordnungsentwurfs angeregt, das Kitesurfen zu Gunsten des Vogel- und Naturschutzes nicht mehr zuzulassen.» Den Namen der Dienststelle will Kiser aber nicht nennen.

Verbot wie «Schlag ins Gesicht»

«Es gab nie irgendwelche Anzeichen, dass wir Kitesurfer am Sempachersee nicht erwünscht sind», sagt Ivo Kneubühler aus Neuenkirch. Er gehört zu jenen, die dort regelmässig kitegesurft haben. Entsprechend unerwartet traf ihn das Verbot: «Für uns Kiter war dies wie ein Schlag ins Gesicht.» Hinnehmen wollen die Kiter das Verbot nicht. Noch diese Woche trifft man sich, um über das weitere Vorgehen zu sprechen.

Regula Bättig

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung.