KKL: Polizei wehrt sich gegen Missstände

Die Polizisten wehren sich gegen die Missstände in ihrem Beruf. Im KKL haben sie die Resolution «Es reicht!» verabschiedet.

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Die Polizisten verabschiedeten die Resolution im KKL. (Bild pd)

Die Polizisten verabschiedeten die Resolution im KKL. (Bild pd)

«Wir wollen nicht mehr länger die Prügelknaben für die Versäumnisse von Politikern und gesellschaftlichen Fehl-Entwicklungen sein», schreibt der Verband der Schweizer Polizei-Beamten in einer Mitteilung. Die über 180 Delegierten haben eine Resolution verabschiedet.

Die Polizisten fordern,

  • dass die mit der Petition «Stopp der Gewalt gegen die Polizei» lancierte Diskussion im National- und Ständerat sowie in den zuständigen Kommissionen lösungsorientiert weitergeführt wird.
  • dass der akute Personalmangel in den verschiedenen Polizeikorps anerkannt und unverzüglich behoben wird.
  • dass Spezial- oder Ordnungsdienste im Zusammenhang mit der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung während sportlichen und anderen Veranstaltungen als grosse Zusatzbelastung anerkannt und Einsatz- bzw. Lohnbedingungen und Erholungszeit entsprechend angepasst werden.
  • dass die innere Sicherheit alleinige Aufgaben des Staates (Polizei) bleibt und schweizweit einheitliche Rahmenbedingen für die Tätigkeit privater Sicherheitsdienste eingeführt werden.
  • dass die Attraktivität des Polizeiberufes dank gerechten Einsatz- bzw. Lohnbedingungen, umsetzbaren Überstundenregelungen, verbesserter Ferienregelungen und mehr Flexibilität für die frühzeitige Pensionierung aufgewertet wird.
  • dass die verantwortlichen Politiker den auf sehr hohem Niveau geführten, letztlich aber ruinösen Steuerwettbewerb unverzüglich beenden.

rem