KKL-Sanierung: Jetzt beginnt der Verteilkampf

Wer die fehlenden rund 19 Millionen Millionen für den Substanzerhalt des KKL zahlt, steht noch nicht fest. Die CVP macht einen brisanten Vorschlag.

Drucken
Teilen
Für die Sanierung des KKL fehlen 19 Millionen Franken. Wer diese Kosten bezahlt, ist noch unklar. (Bild: Archiv Neue LZ)

Für die Sanierung des KKL fehlen 19 Millionen Franken. Wer diese Kosten bezahlt, ist noch unklar. (Bild: Archiv Neue LZ)

29 Millionen Franken wird die bauliche Generalüberholung des KKL Luzern bis 2028 kosten.  Davon sollen die öffentliche Hand und Private 19 Millionen Franken beisteuern. Eine Umfrage bei den Fraktionschefs der städtischen Parteien zeigt nun: Eine Beteiligung der Stadt ist trotz angespannter Finanzlage erwünscht.

«Das KKL muss saniert werden und leistungsfähig bleiben», sagt Martin Merki (FDP). Dass die Finanzspritze grösser werde als geplant, sei ärgerlich. Dominik Durrer (SP) verweist auf die grosse Wertschöpfung des KKL: «Eine Beteiligung der Stadt ist deshalb trotz angespannter Finanzlage angebracht.» Ab 2014 werde die Finanzlage der Stadt wieder besser – «dank Steuerhöhung», hofft Katharina Hubacher (Grüne). Die Stadt müsse das KKL unterstützen, ist auch für sie klar. Kritisch äussert sich hingegen Marcel Lingg (SVP). Es sei «politisch heikel», wenn die KKL-Verantwortlichen nun «die volkswirtschaftliche Wertschöpfung heranziehen, um staatliche Subventionen zu beantragen».

Für Manuela Jost (GLP) ist es wichtig, dass möglichst schnell der Verteilschlüssel definiert wird: «Vorher macht es keinen Sinn, über die Frage zu diskutieren, inwiefern sich die Stadt dies leisten kann.»  Diesbezüglich macht Thomas Gmür (CVP) einen brisanten Vorschlag: «Die Stadt zahlt die KKL-Sanierung, der Kanton saniert dafür das Theater.» Die Stadt könne sich die 19 Millionen Franken für das KKL, verteilt über fünfzehn Jahre, leisten, sagt Gmür. «Dafür muss sie sich beim Theater, wo ohnehin der Kanton die Hauptverantwortung trägt, nicht mehr beteiligen.»

Hugo Bischof

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung oder als Abonnent/in kostenlos im E-Paper.