KKL-Sanierung kostet 29 Millionen Franken

Bis 2028 stehen für das KKL Luzern Sanierungsarbeiten in der Höhe von insgesamt rund 29 Millionen Franken an. Aus eigener Kraft kann das KKL Luzern nur 10 Millionen an diese Investitionen beitragen. Für die Restfinanzierung laufen Gespräche mit Stadt und Kanton Luzern.

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Das KKL Luzern muss in den nächsten Jahren umfassend saniert werden. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Das KKL Luzern muss in den nächsten Jahren umfassend saniert werden. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Für die Erneuerung von Gebäudesubstanz und Infrastruktur des KKL Luzern bis 2028 sind Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe absehbar. Wie das KKL Luzern am Donnerstag mitteilte, wird es aus Mitteln der laufenden Rechnung sowie durch Auflösen des Erneuerungsfonds rund 10 Millionen Franken aus eigener Kraft finanzieren können.

Die Prognosen gehen davon aus, dass im Zeitraum von 2014 bis 2028 insgesamt weitere 19 Millionen Franken zum Substanzerhalt nötig sind (siehe Box unten). Diese Finanzierungslücke seien gegenüber den Trägern des KKL Luzern kommuniziert und verifiziert, heisst es in der Mitteilung weiter. Es würden deshalb Gespräche laufen mit Stadt und Kanton sowie privaten Partnern, wie diese Finanzierungslücke von 19 Millionen zu schliessen sei.

Dachsanierung läuft separat

Die Dachsanierung ist nicht Gegenstand dieser ausserordentlichen Ersatzinvestitionen. Das KKL-Dach muss aufgrund baulicher Erstellungsmängel korrigiert werden. Die Dachsanierung kostet rund 18 Millionen Franken und wird in vier Etappen bis September 2014 umgesetzt. Die zweite Etappe startet Ende März 2012 und dauert voraussichtlich bis Oktober 2012. Die Korrekturmassnahmen sind Gegenstand laufender Verhandlungen. Die Trägerstiftung verlangt von der Erstellerseite die Anerkennung der vorhandenen Baumängel am Dach.

Agglomeration profitiert

Grundsätzlich aber sei das KKL Luzern «fit für die Zukunft», sagte Pius Zängerle, Präsident des Stiftungs- und Verwaltungsrats des KKL, am Donnerstag vor den Medien. Dies bekräftigt auch eine neue Studie der Universität St. Gallen, welche die regionalwirtschaftliche Bedeutung des KKL anhand von Zahlen aus dem Jahr 2011 untersuchte. So ist das KKL für die Agglomeration Luzern nicht nur ein bedeutendes Veranstaltungshaus, sondern auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, Attraktionspunkt und Imageträger geworden.

Der Kulturbetrieb löste in der Agglomeration Luzern Umsätze von 110 Millionen Franken aus, wobei alleine die Kulturveranstaltungen 76 Millionen Umsatz generierten. Umgerechnet auf die Wertschöpfung brachte das KKL rund 74 Millionen Franken in die Agglomeration Luzern. Die gesteigerte Wertschöpfung ist im Wesentlichen auf höhere Publikumszahlen bei Kulturveranstaltungen und erhöhten Ausgaben der Kongressveranstalter zurückzuführen. Die Studie zeigt auch, wie gut das KKL in Luzern verankert ist: 82 Prozent aller Kulturveranstaltungen werden von Luzerner Unternehmen organisiert.

Das KKL generierte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 34,5 Millionen Franken. Wie hoch der Gewinn war, konnten Zängerle am Donnerstag noch nicht sagen. Auf jeden Fall aber sei er erfreulich, sagte er. 450'000 Personen besuchten 2011 rund 400 Veranstaltungen im KKL.

pd/zim/sda

Diese Arbeiten am KKL Luzern fallen bis 2028 an

Im Zeitraum von 2014 bis 2028 gilt es diverse Elemente der KKL-Luzern-Infrastruktur ganz oder teilweise zu ersetzen. Beispiele sind:

- Der Antrieb der Tore im Konzertsaal
- Klima- Heizungs- und Lüftungsanlagen
- Kücheneinrichtungen - Transportanlagen
- Boden- und Wandbeläge
- Deckenverkleidungen

«Auf wann die Ersatzmassnahmen anfallen, klären wir fortlaufend im Kontakt mit Fachleuten», sagt Pius Zängerle, Präsident der Trägerstiftung und der KKL Luzern Management AG. «Ziel ist, erst dann Massnahmen zu ergreifen, wenn der Lebenszyklus der Elemente zu Ende ist», ergänzt Zängerle. «Für ein Haus, welches von einer hohen Angebotsqualität lebt, ist es nicht denkbar, die einzelnen Teile erst dann zu erneuern, wenn sie nicht mehr funktionstüchtig sind.»

pd/zim