KKL setzt sich schlecht in Szene

Es ist eine der Top-Sehenswürdigkeiten der Stadt, doch das KKL wirkt abends wie ein dunkler Fleck. Die Stadt würde etwas tun, doch das KKL hält sich zurück.

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Das Luzerner Seebecken gestern Abend: Die Seebar des KKL links liegt im Dunkeln, rechts daneben strahlt der Bahnhof in hellem Licht. (Bild: Remo Nägeli/Neue LZ)

Das Luzerner Seebecken gestern Abend: Die Seebar des KKL links liegt im Dunkeln, rechts daneben strahlt der Bahnhof in hellem Licht. (Bild: Remo Nägeli/Neue LZ)

Das rechte Luzerner Seeufer ist so etwas wie die Schoggiseite von Luzern. Stolz zieren die grossen Hotels sowie das Casino das Seeufer. Vor allem abends, wenn sie von Scheinwerfern angestrahlt werden, geben sie ein ideales Postkartensujet ab. Im Gegensatz dazu steht die gegenüberliegende Seite mit dem KKL. Eigentlich ist der Nouvel-Bau eines der bekanntesten Wahrzeichen Luzerns. Doch gerade abends präsentiert er sich sprichwörtlich nicht im besten Licht, sondern erscheint wie ein dunkler Fleck an bester Lage.

Mehr Konturen

Bei der Stadt ist man sich bewusst, dass die Beleuchtung des KKL nicht optimal ist: «In gewissen Bereichen ist sie sicher verbesserungswürdig, da sie nicht den Richtlinien des Plan Lumière entspricht», sagt Dario Buddeke, Projektleiter beim Tiefbauamt. Er würde dem Gebäude etwa mehr Konturen geben. Das KKL ist ebenfalls unter den «anzustrahlenden Sehenswürdigkeiten» im Plan Lumière aufgelistet. «Doch beim KKL wie bei den Hotels sind wir auf die Mithilfe der Eigentümer angewiesen», so Buddeke.

Ohne Jean Nouvel läuft nichts

Der Plan Lumière war bisher für das KKL jedoch kein Thema, wie Adrian Stettler, Leiter Gebäude und Sicherheit, sagt: «Es gilt schliesslich immer zu bedenken, was im Sinne des Architekten wäre.» Erst müsste die KKL-Leitung also Rücksprache mit Jean Nouvel nehmen, wie dies schon bei anderen Änderungen am Gebäude getan wurde.

Guy Studer

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