Klarer Sieg für den Luzerner Sport

Jérôme Martinu, stv. Chefredaktor, über die Abstimmung zum städtischen Grundstückverkauf im Mattenhof

Jerome.martinu@luzernerzeitung.ch
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Jérôme Martinu

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Der umstrittene Landverkauf ist mit glasklarem Resultat abgesegnet – das Projekt einer Saalsporthalle mit 4000 Plätzen im Krienser Mattenhof kann starten. Verscherbelt die Stadt Luzern mit dem Grundstück­verkauf nun ihr Tafelsilber? Mitnichten. Der Verkaufspreis von 18 Millionen Franken ist lukrativ. Und die Stadt hat sich gut abgesichert. Denn kommt innert fünf Jahren kein baureifes Projekt zu Stande, fällt das Grundstück ­zurück an die Stadt. Kurz: Das ­Geschäft ist – nach KKL und Swissporarena – ein weiterer Beleg für eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und privaten Investoren.

Hauptgewinner ist aber nicht die Stadtkasse, sondern der Luzerner Sport. Eine grosse, multifunktionale Halle bräuchte es schon seit Jahren. Und die Pilatus-Arena soll ab 2019 auch einen Mehrwert bieten, indem sie auch Schulen und Anlässen ausserhalb des Sports zur Ver­fügung steht.

Beim Blick auf den künftigen Betrieb der Saalsporthalle gibt es allerdings noch Fragezeichen. Hier muss die öffentliche Hand, also die Gemeinden Kriens und Luzern, unbedingt sicherstellen, dass sie langfristig mitreden kann. Denn das finanzielle Be­triebsrisiko ist gerade bei Rand­sportarten erheblich.