Klaviervirtuosen interpretieren «Superstar» Liszt

Das Lucerne Festival am Piano setzt einen markanten Abschluss zum Liszt-Jahr 2011. Im Zentrum der diesjährigen Ausgabe des Klavierfestivals (21.-27. November) steht der musikalische «Superstar» des 19. Jahrhunderts, Franz Liszt (1811-1886).

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Das Festival-Strings-Orchestra. (Bild: Georg Anderhub / Lucerne Festival)

Das Festival-Strings-Orchestra. (Bild: Georg Anderhub / Lucerne Festival)

Am Luzerner Pianofestival werden unter anderem die «Études d'Exécution transcendente», das Erste Klavierkonzert und der berühmt- berüchtigte «Totentanz» erklingen, aber auch Liszts phantasievolle Transkriptionen und seine «Années de Pèlerinage».

Interpretiert werden die Liszt-Werke von so unterschiedlichen Virtuosen wie Yefim Bronfman, Andreas Haefliger, Lise de la Salle, Alexei Volodin (mit dem SWR Sinfoniorchester), Maurizio Pollini und Marc-André Hamelin. Auch bei den Debut-Konzerten mit Bertrand Chamayou und Khatia Buniatishvili kommt Liszt zum Zug. Sieht man von der jungen Französin Lise de la Salle ab, die ein reines Liszt-Rezital präsentiert, so konfrontieren die genannten Pianisten Liszt mit anderen Komponisten. So spielt Bronfman am Eröffnungskonzert Sonaten von Brahms und Prokofjew. Haefliger stellt Liszt eine Schubert-Sonate gegenüber, Pollini setzt auf Chopin.

Lisztfreie Konzerte

Lisztfreie Abende gibt es beim Rezital der chinesischen Pianistin Yuja Wang (von Brahms bis Ravel) und bei Hélène Grimauds Auftritt mit den Festival Strings Lucerne (Haydn, Mozart, Schubert). Im Late- Night-Konzert spielt das Trio Steamboat Switzerland Material des Schlagzeugers und Komponisten Michael Wertmüller.

Nicht nur am Klavier, auch in Worten ist Franz Liszt beim Lucerne Festival ein Thema. Die Eröffnungsrede unter dem Titel «Vom Überschwang zur Askese» hält der Pianist Alfred Brendel, der sich aus dem aktiven Konzertbetrieb zurückgezogen hat. Und an den traditionellen Piano Lectures befasst sich NZZ-Feuilletonchef Martin Mayer mit Liszt.

Traditionsgemäss wird das Festival mit dem Piano Off-Stage ergänzt. während der ganzen Festivaldauer treten zehn Jazzpianisten aus aller Welt in den schönsten Bars und Restaurants der Stadt Luzern auf.

sda