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Klick um Klick zur Spitex

Für die Dienste der öffentlichen Spitex können Ärzte oder Angehörige im Kanton Luzern neu auf eine Online-Plattform zurückgreifen. Ein wichtiger Partner lässt aber noch auf sich warten.
Evelyne Fischer
Eine Pflegerin macht einer Patientin einen Verband (Bild: Stefan Kaiser)

Eine Pflegerin macht einer Patientin einen Verband (Bild: Stefan Kaiser)

Mit wenigen Klicks die Dienste der öffentlichen Spitex in Anspruch nehmen: Das ist mittels «Opan», einer Plattform für Online-Patientenanmeldungen neu möglich (Artikel vom 30. Juli). Angeschlossen sind bislang die Spitex-Organisationen der Stadt Luzern, Kriens, Emmen, Horw, Meggen, Malters, Rontal plus, Region Willisau, Region Entlebuch und Wiggertal. «Damit haben bereits drei Viertel der Kantonsbevölkerung Zugriff auf die Online-Plattform», sagt Peter Schärli, Präsident des Spitex-Kantonalverbands. «Mit diesem Wert sind wir sehr zufrieden.»

Nach zwei Jahren Evaluation ist 2017 der Entscheid zugunsten von «Opan» gefallen. «Das System wurde von der Berner Spitex entwickelt, wo Opan bereits seit längerem flächendeckend im Einsatz ist», sagt Schärli. Der grösste Vorteil sei die unkomplizierte Anmeldung. «Diese kann rund um die Uhr erfolgen, 365 Tage im Jahr. Das Ausharren in der Warteschlaufe oder das Sprechen auf Tonband entfällt.» Insbesondere für Arztpraxen oder Spitäler, welche die ambulante Pflege zu Hause organisieren müssen, sei dies eine grosse Erleichterung.

Früher Informationsfluss verbessert Sicherheit

Dies bestätigt die Luzerner Hirslanden-Klinik St. Anna, die seit Anfang Jahr mit «Opan» arbeitet. «Eine Anmeldung ist zu jeder Tageszeit möglich, dadurch kann der Arbeitsprozess effizienter gestaltet werden. Das standardisierte elektronische Anmeldeformular hilft zudem, alle für die weitere Betreuung relevanten Informationen zu erfassen», sagt Pflegedirektorin Erika Rohrer. «Die frühzeitige Übermittlung der Informationen verbessert die Patientensicherheit und gewährleistet auch die Kontinuität der Pflegemassnahmen.» Wie Schärli vom Spitexverband sagt auch Rohrer: Mit den eingespiesenen persönlichen Daten werde sorgfältig umgegangen. «Nur berechtigte Benutzer haben Zugriff und Einsicht auf die Patientendaten, jeder Zugriff wird geloggt. Die Daten werden verschlüsselt übertragen und nach sechs Monaten anonymisiert.»

Hannes Koch, CEO der Spitex Kriens, die seit dem Frühjahr «Opan» eingeführt hat, lobt die Vorteile des Systems ebenfalls. Dieses prüfe automatisch, ob die wichtigsten Stammdaten erfasst seien und ob die Spitex die Anmeldung «im definierten Zeitraum» entgegen genommen habe. Heisst: Innert zwei Stunden während der Bürozeit reagieren, innert sechs den ersten Einsatz zu organisieren. «Opan übernimmt auch die Triage, zu welcher Gemeinde der Patient gehört», sagt Koch. Wie viel die Spitex Kriens aktuell für Opan zahlt, kann er nicht sagen. «Der Preis hängt von der Anzahl Bewohner im Einzugsgebiet und der Anzahl zu verwaltenden Postleitzahlen ab.»

Gut ein Drittel der Anmeldungen in Kriens läuft über «Opan». Diese können auch von Privatpersonen erfolgen. Birgt dies nicht Konfliktpotenzial – etwa, wenn jemand ein Familienmitglied für die Spitex gegen dessen Willen anmeldet? Peter Schärli vom Kantonalverband relativiert: «Auch mit der Online-Anmeldung wird vor dem ersten Spitex-Besuch im persönlichen Gespräch der Bedarf geklärt. Diesen Kontakt wird es immer brauchen.» Wie Koch festhält, würden Privatpersonen Anmeldungen «nach wie vor gerne per Telefon» vornehmen, um zugleich Fragen zu Dienstleistungen oder Kosten zu klären.

16 Organisationen haben sich «Opan» aktuell noch nicht angeschlossen. Nicht aus Kostengründen oder aufgrund von befürchtetem Mehraufwand, wie Schärli sagt. «Eher stehen andere Projekte – wie etwa Zusammenschlüsse – derzeit im Vordergrund.» Ziel sei es aber, bis Ende 2019 alle Spitex-Organisationen mit im Boot zu haben. Dass einige noch zögern, hängt offenbar auch mit der Beteiligung des Luzerner Kantonsspitals (Luks) zusammen. Denn noch ist offen, wann sich das Luks als wichtiger Zuweiser an die Plattform anschliesst. «In zwei Abteilungen wird ein Pilotprojekt durchgeführt, Start und Dauer sind allerdings noch nicht festgelegt», sagt Andreas Meyerhans, Leiter Unternehmenskommunikation. «2019 führt das Kantonsspital das neue Klinikinformationssystem Lukis ein. Dies hat momentan höchste Priorität. Generell ist festzuhalten, dass das Austrittsmanagement mit den Spitex-Organisationen heute sehr gut funktioniert – auch ohne Opan.»

Hinweis: Weitere Infos unter www.opanspitex.ch.

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