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Kolumne

Die beste Seite des Klimawandels

Heisse Zeiten erfordern heisse Massnahmen. Zum Beispiel Tausende Liter Bier für Festbesucher oder einen Swimmingpool für die Bäuerin.
Thomas Lötscher alias Veri, Malters
Thomas Lötscher alias Veri.

Thomas Lötscher alias Veri.

Kurzbilanz: 12'000 Liter Bier am Musiktag in Eschenbach, 20'000 am Jodlerfest Schötz. Schön und heiss. Wie am Kantonalen Schwingfest in Hohenrain und am Innerschweizerischen in Ruswil. Schön und heiss. Der Klimawandel zeigt sich von seiner besten Seite.

Vorbei die Zeiten, als das Heu an Heinzen gefriergetrocknet wurde und der Bauer den «Bindboumlätsch» mit Handschuhen beherrschte. Noch drei Grad wärmer und der Bund subventioniert den eigenen Swimmingpool zum Pausenschwimmen, damit die Bäuerin beim Chriesen nicht auf der Leiter verdorrt.

Klar, die Kehrseite sind heftige Gewitter, Wiiberstürme, pardon, Winterstürme wie «Evi» oder «Burglind». Aber sonst? Sonnig. Heiss. Siesta. Oder wie die Jodler sagen: «Zyt för Frönde». Wenn dann, wie beim Schwingen, noch der Richtige - also der Joel Wicki – gewinnt: Perfekt. Das fehlende Viertelpünktli haben sie ihm noch gutgeschrieben, weil er besonders aktiv war im Schlussgang. Wird’s noch wärmer, müssen die den Siegermuni gleich beim Brunnentrögli anbinden. Oder halt auf Kamele umstellen, die saufen nur einmal pro Monat.

Aber apropos – also nicht apropos Kamele – apropos Klimawandel: Trotz Dauersonne im Kanton, unsere Regierung wählte für das offizielle Foto auf dem Schiff kürzlich einen Tag mit dunkler Bewölkung. Die gemeinsame «Zyt för Frönde» scheint nicht immer eitel Sonnenschein zu sein. Und anstatt im Führerstand zu kommandieren, sitzen die hinten untätig auf dem Bänkli, das Schiff vertäut am Steg. Macht endlich die Leinen los! Aber gemeinsam Stricke zerreissen war noch nie ihr Ding. Obwohl es sicher ein paar Pünktli mehr gäbe, wenn sie bis zu den Wahlen noch besonders aktiv wären. Doch vielleicht fegt ja dann noch ein kräftiger Wiibersturm über die Regierung. Täte gut, so Klimawandel.

Hinweis
Am Freitag äussern sich jeweils Gastkolumnisten und Redaktoren unserer Zeitung zu einem frei gewählten Thema.

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