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Knallige Überraschung: Während dem Luzerner Fest gibt's doch wieder ein Feuerwerk

Überraschend werden am Samstagabend wieder Feuerwerksraketen in den Nachthimmel steigen. Dafür verantwortlich ist ein Architekturbüro. Das Fest-OK nimmt auf das Spektakel keine Rücksicht.
Lucien Rahm
Das Feuerwerk anlässlich des Luzerner Fests vom 27. Juni 2015. (Bild: Pius Amrein)

Das Feuerwerk anlässlich des Luzerner Fests vom 27. Juni 2015. (Bild: Pius Amrein)

Eigentlich wollten die Verantwortlichen des Luzerner Fests kein Feuerwerk mehr an ihrer Veranstaltung sehen. Nun werden Samstagnacht aber dennoch zahlreiche Feuerwerksraketen den Luzerner Himmel erleuchten. Grund dafür ist das Hotel Montana, welches vor rund einem Monat zum «Hotel des Jahres 2018/2019» ernannt wurde. Ausschlaggebend für die Auszeichnung waren unter anderem die umgebauten Stockwerke des Hotels. Hinter der Aktion stehen die Architekten der Luzerner Firma Hunikat. Diese spendieren das Feuerwerk, welches am Samstag sechs Minuten lang über dem Seebecken zu sehen sein wird.

«Mit dem Feuerwerk feiern wir die tolle Auszeichnung», wird Geschäftsführer Peter Hummel in einer Medienmitteilung vom Freitag zitiert. Er freue sich, dass die Luzerner zusammen mit ihm «sechs prächtige Minuten geniessen können». Bei der Stadt Luzern, die das Feuerwerk bewilligt hat, versteht man das Knallspektakel allerdings nicht als Ereignis, das sich explizit an die ganze Stadt richtet. «Das Feuerwerk findet als Privatanlass statt», sagt Mario Lütolf, Leiter Stadtraum und Veranstaltungen. Es sei als Überraschung für die Gäste der Feier im Hotel Montana gedacht und nicht als inoffizieller Teil des Luzerner Festes zu verstehen.

Wichtig sei der Stadt bei der Bewilligung gewesen, dass sich die Feuerwerksveranstalter mit dem OK des Luzerner Fests absprechen. Denn den ursprünglich geplanten Zeitpunkt des Feuerwerks hätte die Hunikat ohne vorausgehende Rücksprache gesetzt. Zu den klärenden Gesprächen, die unter Koordination der Stadt stattfanden, kam es diese Woche. Geeinigt hat man sich darüber, dass sich das Feuerwerk und die Lichtshow des Luzerner Fests, welche um 22.30 Uhr auf dem Schwanenplatz stattfindet, nicht überschneiden. Entsprechend haben die Architekten ihr Vorhaben auf 23 Uhr verlegt.

Fest-OK will Aktion nicht kommentieren

Auf das Feuerwerk an sich wird das Luzerner Fest keine Rücksicht nehmen, wie OK-Präsidentin Corinne Imbach auf Anfrage sagt. «Die Konzerte werden um 23 Uhr nicht unterbrochen.» Doch was sagt Imbach dazu, dass es nun doch ein Feuerwerk geben wird? Weil das Fest in den vergangenen Jahren zu viele Besucher anzog, hat sich das OK letztes Jahr entschieden, das Feuerwerk zu streichen und das Festkonzept neu auszulegen. «Wir nehmen zur Kenntnis, dass ein Feuerwerk stattfindet», sagt Imbach lediglich. Das OK verzichtet auch aus finanziellen Gründen auf das Feuerwerk, das insgesamt jeweils rund 100'000 Franken gekostet hat. Dieses Geld würden sie lieber für einen guten Zweck spenden, so Imbach. Dass das Feuerwerk einen Einfluss auf die Besucherzahlen hat, glaubt Imbach nicht. Diese seien letztes Jahr trotz des Verzichts auf Knallkörper nicht zurückgegangen.

Sowieso ist das für Samstag geplante Feuerwerk nicht ganz zu vergleichen mit jenen, die das Luzerner Fest jeweils für einen sechsstelligen Betrag zünden liess. Es fällt mit seinen rund sechs Minuten deutlich kürzer aus als die offiziellen Feuerwerke, die jeweils 20 bis 30 Minuten in Anspruch nahmen. Mit der Umsetzung wird indessen dieselbe Firma betraut, die bereits fürs Luzerner Fest die Raketen steigen liess. Die Neudorfer Bugano AG darf wieder im Luzerner Seebecken aktiv werden. 200 Meter vom Hotel Palace entfernt wird sie die Raketen von einer Naue aus in die Höhe jagen. Wie viel Kosten das Architekturbüro Hunikat mit der Aktion in Kauf nimmt, liess sich am Freitag nicht in Erfahrung bringen. Geschäftsführer Peter Hummel war während seiner Auslandreise nicht erreichbar.

Seebrücke wird gesperrt

Die Seebrücke ist von 17 Uhr bis 4 Uhr für den Verkehr gesperrt. Für eine stressfreie An- und Rückreise empfiehlt sich der öffentliche Verkehr: SBB, BLS und Zentralbahn verstärken für die Hinreise reguläre Züge mit zusätzlichen Wagen. Am Abend und in der Nacht sorgen die Bahnen mit 16 Extrazügen und Nacht-S-Bahnen von 23 bis 3 Uhr für eine sichere und bequeme Heimreise. Auch die VBL verstärken viele Linien und erweitern den Fahrplan. Zwischen dem KKL und dem Pavillon am Nationalquai verkehrt ein Schiff-Shuttle (mit Festabzeichen gratis). (hb)

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