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Knappe Finanzen bremsen den Krienser Hort-Ausbau

Der Gemeinderat will künftig in allen Schulzentren Horte betreiben. Bis es so weit ist, müssen sich die betroffenen Bewohner je nach Quartier aber noch in Geduld üben.
Stefan Dähler
Das Schulhaus Kuonimatt in Kriens. (Bild: Philipp Schmidli/1. Juni 2018)

Das Schulhaus Kuonimatt in Kriens. (Bild: Philipp Schmidli/1. Juni 2018)

Derzeit gibt es für die Schüler im Kuonimatt, Gabeldingen und Obernau zwar einen Mittagstisch – aber keine weiteren Betreuungsangebote am Morgen und Nachmittag. Das will der Krienser Gemeinderat ändern. Sein Ziel: Künftig soll es in allen Schulzentren Tagesstrukturangebote geben (wir berichteten).

Bereits bekannt war, dass im August ein neuer Hort im Brunnmatt-Schulhaus, das derzeit umgebaut wird, entsteht. Danach verbleiben noch die eingangs erwähnten Schulhäuser Kuonimatt, Obernau und Gabeldingen. Dort sollen ab 2020 im Zwei-Jahres-Rhythmus neue Horte eröffnet werden, wie der Gemeinderat am Freitag nun mitgeteilt hat.

Ausbau dauert bis ins Jahr 2024

Die Reihenfolge steht noch nicht fest. «Denkbar ist, dass das Kuonimatt zuerst folgt», sagt Bildungsvorsteherin Judith Luthiger (SP). Die Schülerzahlen werden dort aufgrund der zahlreichen Bauprojekte im Gebiet Luzern Süd stark ansteigen, das Schulhaus soll zunächst mit Modulbauten, danach mit einem Neu- und Umbau vergrössert werden (wir berichteten).

Das letzte Schulzentrum – welches auch immer es sein wird – erhält dann 2024 einen Hort. Ist das nicht eine etwas gar lange Wartezeit für das betroffene Quartier? «Der Zwei-Jahres-Rhythmus ist ein strategischer Entscheid des Gemeinderats. Der finanzielle Handlungsspielraum ist leider sehr eng», sagt Judith Luthiger. «Gemäss der 4-Säulen-Finanzstrategie des Gemeinde- und des Einwohnerrats steht ab 2019 lediglich ein jährlicher Investitions-Plafonds in der Höhe des Cash Flow zur Verfügung, was einem Betrag von rund 10 Millionen Franken entspricht.» Wenn das Schülerwachstum früher eintritt, werde der Gemeinderat den Zeitplan prüfen. «Allerdings wird eine schnellere Umsetzung nur zu Lasten anderer Investitionen und Projekte realisierbar sein.»

Bestehende Horte stossen an ihre Grenzen

Neben den drei zusätzlichen Horten müssen mittelfristig auch bestehende Standorte erweitert werden. Hier ist der Zeitplan noch offen. «Bedarf besteht im Zentrum, wo der Platz im Heinrich-Walter-Haus knapp wird», sagt Luthiger. Dort werden Kinder aus den Schulhäusern Bleiche, Dorf, Grossfeld und Krauer betreut. Weiter dürften im Schulhaus Roggern, das sich ebenfalls in der Nähe des Gebiets Luzern Süd befindet, bald mehr Plätze benötigt werden. Auch dieses soll in den nächsten Jahren ausgebaut werden.

«Grundsätzlich ist es aber das Ziel, die Tagesstrukturen in bestehenden Räumlichkeiten der Schulanlagen anzubieten.» So könnten zusätzliche Investitionen vermieden und Synergien genutzt werden. «Besonders bei Mittagstischen dürfte diesbezüglich noch Spielraum bestehen», sagt Luthiger. Der Gemeinderat rechnet für einen neuen Hort mit Personalkosten von 190'000 Franken jährlich.

Die Horte werden ab nächstem Schuljahr von der Krienser Volksschule geführt. Bisher ist der Gemeinnützige Frauenverein zuständig. Die Mittagstische Kuonimatt, Gabeldingen und Obernau sollen nächstes Jahr von der Volksschule übernommen werden. Derzeit werden diese von privaten Vereinen geführt, diese stossen jedoch personell an ihre Grenzen.

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