Kochen wird teurer: EWL erhöht Erdgaspreis

Energie Wasser Luzern (EWL) heben auf den 1. Oktober hin den Erdgaspreis um durchschnittlich 8 Prozent an – wegen «gestiegener Beschaffungskosten». Es ist dies bereits die zweite Preiserhöhung in diesem Jahr. 

Raphael Zemp
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Ein Gasherd in Aktion. (Bild: Andy Raiin/EPA)

Ein Gasherd in Aktion. (Bild: Andy Raiin/EPA)

«Nach diversen Senkungen in den vergangenen Jahren» hebt Energie Wasser Luzern (EWL) den Erdgaspreis auf den 1. Oktober wieder an, um durchschnittlich 8 Prozent. Das schreibt das Energieunternehmen am Mittwoch in einer Medienmitteilung. Betroffen von dieser Preisanpassung sind rund 7000 Kunden aus über 20 Luzerner Gemeinden.

Am stärksten trifft es dabei private Heizgaskunden. Sie werden künftig bis zu 0,7 Rappen mehr pro Kilowattstunde bezahlen. So bezahlt ein Bewohner eines Einfamilienhauses (inklusive Raumheizung und Warmwasseraufbereitung) mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 20‘000 Kilowattstunden ab dem 1. Oktober rund 1948 Franken. Das entspricht gemäss EWL einem Aufpreis von rund 150 Franken. Nicht eingerechnet ist dabei der Grundpreis, der unverändert bleibt.

Euro-Franken-Kurs ist mitschuldig

Es ist dies bereits die zweite Erhöhung in diesem Jahr: Bereits auf den 1. Januar hin hat die EWL den Preis für Erdgas um 0,3 Rappen pro Kilowattstunde angehoben. Als Gründe für den erneuten Preisanstieg nennt EWL einerseits «nach wie vor steigende Beschaffungskosten» sowie den Euro-Franken-Kurs, der auf einem hohen Niveau notiere.

Den Bedarf deckt EWL grösstenteils mit Erdgas aus dem Ausland ab. Am meisten stammte dabei aus dem EU-Raum (35 Prozent), gefolgt von Russland (33 Prozent) und Norwegen (22 Prozent). Luzerner Biogas wies dabei lediglich einen Anteil von 1,8 Prozent auf. 

EWL-Bündelangebot sorgt für Kritik

Der Winterthurer Telekom-Provider Init7 hat den Stadtluzerner Stromversorger EWL wegen der geplanten Lancierung eines Kombiangebots für Internet und Strom abgemahnt. Es geht um den Verdacht auf Quersubventionierung.
Maurizio Minetti