«KÖRPERWELTEN»: Luzernerin vermacht von Hagens ihren Körper

Eine Mischung aus Mensch und Tier: Das wäre die Lieblingspose von Milica Manojlovic aus Reiden, wenn ihr toter präparierter Leib dereinst bei «Körperwelten» ausgestellt wird.

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Körperspenderin Milica Manojlovic neben einem Plastinat. (Bild Andy Müller/EQ)

Körperspenderin Milica Manojlovic neben einem Plastinat. (Bild Andy Müller/EQ)

«Ich finde es cool, wie man in diesen Präparaten den Körper verstehen lernen kann. Dazu will ich beitragen», sagt die 22-Jährige. Und: Die Spende an das Institut des Plastinators Gunther von Hagens könne sie ja jederzeit widerrufen, falls sie plötzlich ihre Meinung wieder ändern sollte.

Den Einwand, dass mit Plastinaten die Totenwürde des Menschen angetastet wird, kann die Akad-Maturandin nicht nachvollziehen: «In der Ausstellung werden ja nicht Menschen ausgestellt, sondern tote Körper, die keine Seele mehr haben.» Für religiöse Fragen habe sie keine Zeit – «ich lebe im hier und jetzt». Und als welches Plastinat könnte sie sich dereinst vorstellen? «Eine Mischung aus  Mensch und Tier fände ich interessant – ein Fabelwesen wie der Zentaur, mit dem man zeigen könnte, wie Fantasiebilder in der Realität aussehen würden.»

mat/red

Einen ausführlichen Artikel über die «Körperwelten»-Ausstellung in Zürich  lesen Sie am Freitag im Kulturteil der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.