KOKAIN: Der Polizei gelingt ein grosser Drogenfang

Die Kantonspolizei Luzern hat einen internationalen Drogenschmugglerring aufgedeckt. Mehrere Drogenkuriere lieferten im letzten Jahr aus dem Ausland über 5 Kilogramm Kokain in den Kanton Luzern.

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Einige der von der Polizei sichergestellten Kokainfingerlinge. (Bild Kapo Luzern)

Einige der von der Polizei sichergestellten Kokainfingerlinge. (Bild Kapo Luzern)

Die Kantonspolizei Luzern und das Amtsstatthalteramt Luzern führen gegen mehrere Personen aus Nigeria ein umfangreiches Ermittlungsverfahren wegen Kokainhandels, wie die Strafuntersuchungsbehörden mitteilen.

Kokain für ½ Mio. Franken geliefert
In diesem Zusammenhang wurden im Sommer 2008 in Luzern, Reussbühl und Rheinfelden AG mehrere Personen verhaftet. Anlässlich der Hausdurchsuchungen konnten unter anderem knapp 1 Kilogramm Kokain, 10'000 Franken Bargeld und diverse Drogenutensilien sichergestellt werden. Die Ermittlungen ergaben, dass verschiedene Drogenkuriere aus dem Ausland in mehreren Lieferungen Kokain in die Schweiz transportierten und dieses einem knapp 35-jährigen, in Luzern wohnhaften Nigerianer übergaben. Diesem wurden von Februar 2008 bis Sommer 2008 über 5 kg Kokain (Verkaufswert zirka ½ Mio. Franken) geliefert. 

Frauen haben die Drogen geschluckt
Die Drogentransporte wurden immer gleich abgewickelt: Die Drogenkuriere (so genannte Bodypacker), schluckten Kokainfingerlinge in Holland sowie in Frankreich und fuhren mit der Bahn in die Schweiz. Bei den Drogentransporten wurden jeweils 80 bis 100 Fingerlinge mit Kokain in die Schweiz eingeführt, was einer Menge von 800 g bis 1 Kilogramm Kokain entspricht. Als Drogenkuriere (Bodypacker) wurden fast ausschliesslich schwarzafrikanische Frauen eingesetzt.

In der Schweiz schieden die Drogenkuriere die Kokainfingerlinge meistens in Hotels aus und überbrachten diese anschliessend dem Abnehmer in Luzern. Dieser wiederum verkaufte das Kokain im Raume Luzern an Zwischenhändler und Abnehmer weiter. Beim Abnehmer in Luzern und den wichtigsten Mitbeteiligten handelt es sich um nigerianische Staatsangehörige. Zur Zeit befindet sich noch eine Person in Untersuchungshaft. Im ganzen Verfahren wurden rund 30 Personen beanzeigt.

scd