Kolumne

«Stadtwärts»: Hundespaziergang mit Hintergedanken

Das Treffen mit Freunden im Café ist zurzeit nicht möglich. Es gibt Alternativen.

Hugo Bischof
Drucken
Teilen
Hugo Bischof.

Hugo Bischof.

Bild: LZ

Grosse Sprünge kann man derzeit nicht machen. Umso schöner ist es, wenn man mit seinem Hund draussen frische Luft schnappen darf. Da erlebt man dann so einiges.

Schauplatz Tribschenhorn. Die Hunde-Freilaufzone dort ist noch immer umstritten. Vielen Hündelern ist sie zu klein, vielen Anti-Hündelern zu gross. Tatsache ist: Die Abschrankungen am Rand sind dürftig, hier könnte die Stadtgärtnerei ruhig etwas Grün pflanzen, sodass nicht nur die Zwei-, sondern auch die Vierbeiner merken, wo fertig lustig ist. «Sie müssen in der Lage sein, Ihren Hund abzurufen, wenn er Grenzen überschreitet», klärte mich ein dort patrouillierender Polizist vor kurzem freundlich, aber bestimmt auf. Okay, kapiert! Ab in den bereits vierten Erziehungskurs mit meinem jetzt eineinhalbjährigen, quicklebendigen Jack Russell Terrier!

Hunde sind auch gut für die Kommunikation in Halb-Lockdown-Zeiten. Mit Freunden bei Kaffee und Gipfeli in der Cafeteria um die Ecke locker und ungezwungen plaudern: Zurzeit Fehlanzeige! Deshalb habe ich meinen guten Kollegen, den ich schon lange nicht mehr gesehen habe, kürzlich gefragt, ob er mich mal auf einen Hundespaziergang begleiten wolle. Er sagte freudig zu. Mal wieder live von Angesicht zu Angesicht über die guten alten Zeiten und die hoffentlich bald guten neuen Zeiten zu reden, wird gut tun. Das alles natürlich mit mindestens 1,5 Metern Abstand.