Kolumne

«Stadtwärts»: So kommt man unverhofft zu Brot und Schirmen

Unser Redaktor ist wegen seiner Kolumnen zu Geschenken gekommen. Das hat ihn zwar überrascht und gefreut - doch mit solchen Aufmerksamkeiten ist es so eine Sache.

Roman Hodel
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Roman Hodel.

Roman Hodel.

Bild: LZ

Das Ende naht. Also das Jahresende. Und da geht es stets auch darum, Bilanz zu ziehen. Etwa bezüglich meiner Kolumnen. So viel sei gesagt: 2020 war unverhofft einträglich. So schilderte ich beispielsweise meinen misslungenen Versuch, einen Schirm in einem Luzerner Supermarkt zu kaufen.

Jedenfalls erhielt ich in den folgenden Tagen Post. Darunter auch zwei Schirme. Das war natürlich in keinster Weise meine Absicht, hat mich aber gefreut. Nur: Der Journalistenkodex besagt, dass man lediglich «kleinste» Geschenke annehmen darf. Denn damit würde zuweilen versucht, Journalisten offen oder diskret zu beeinflussen. Ich kann bezeugen, dass es in diesem Fall nicht so war. Abgesehen davon, dass Schirme je nach Blickwinkel als «kleinste» Geschenke durchgingen.

Das bringt mich zu einer weiteren, davor in diesem Jahr erschienenen Kolumne. Es ging um das Thema «Brot essen nach 15 Uhr». Dabei hatte ich von einem Brot eines Warenhauses geschwärmt. Prompt erhielt ich per Mail einen Gutschein für ein Brot meiner Wahl von einer Bäckerei, die auch in der Stadt Luzern vertreten ist. Ich habe dann dort mal ein Brot probiert, aber ohne den Gutschein zu verwenden.

Sie könnten nun trotzdem auf den Gedanken kommen, ich sei ja so was von berechnend. Zuerst das Brot, danach die Schirme. Falls im neuen Jahr eine meiner Kolumnen etwa von einer monströsen Küchenmaschine handeln sollte, dann sollten Sie hellhörig werden. Aber erst dann.