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Kolumne

Tumult auf Balkonien

Redaktorin Susanne Balli über Streit auf dem Balkon, Cherrytomaten und Essensgewohnheiten.
Susanne Balli
Redaktorin Susanne Balli.

Redaktorin Susanne Balli.

Die Luft auf der Quartierstrasse flimmert in der Sonne. Es ist Sonntag und mucksmäuschenstill auf dem Balkon. Es scheint, als ob alle Welt in die Ferien ausgeflogen wäre. Die Stille wird jäh durch aufgeregtes Geschrei unserer zwei Töchter durchbrochen. Ursache: nicht etwa eine aggressive Wespe – sondern ein paar rote Cherrytomaten. Dank aussergewöhnlich viel Sonnenschein tragen unsere beiden Balkontomaten-Stauden zahlreiche Früchte. Fünf Stück sind jetzt unüberseh- und unüberhörbar reif.

Dass die kleine Tochter Tomaten am Tisch ablehnt, sei hier nur am Rande erwähnt. Wenn die grosse Schwester aber ein Tomätli pflückt und genüsslich in den Mund schiebt, will die kleine auch. Geschmack spielt plötzlich keine Rolle mehr. Während die Ältere bereits über einen wachsenden Gerechtigkeitssinn verfügt, alles abzählen und schwesterlich aufteilen möchte, will die Jüngere nur eines: vom Strauch reissen und sofort essen. Das tut sie denn auch, bevor jemand intervenieren kann. Jetzt heult natürlich die Grosse vor Wut.

«Möchtest Du ein paar Tomätli haben?», fragt mein Mann die Kleine beim Abendessen, während er den (gekauften) Salat auf die Teller verteilt. «Nein, Tomaten mag ich nicht.»

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