KOMAX: Unia möchte Entlassungen rückgängig machen

Komax in Dierikon streicht bis Mitte Jahr 44 Arbeitsplätze in der Zentralschweiz. Der Luzerner Gewerkschaftsbund und die Unia rufen das Unternehmen nun dazu auf, die Kündigungen zurückzunehmen.

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Unia-Regionalsekretär Giuseppe Reo. (Archivbild Michael Buholzer/Neue LZ)

Unia-Regionalsekretär Giuseppe Reo. (Archivbild Michael Buholzer/Neue LZ)

«Für die Arbeitgeber gilt es nun Wort zu halten und auf Kurzarbeit statt Entlassungen zu setzen», wird Giorgio Pardini, Präsident des Luzerner Gewerkschaftsbundes (LGB), in einer gemeinsam mit der Unia Sektion Zentralschweiz versandten Medienmitteilung zitiert. In der jetzigen Krise Mitarbeitende auf die Strasse zu stellen und gleichzeitig Millionengewinne zu kassieren, sei nicht akzeptabel. Es wird eingeräumt, dass sich mit den letztjährigen Gewinnen «problemlos» als Alternative Kurzarbeit und Weiterbildungsprojekte finanzieren liessen.

Einatz im neuen Medizinalbereich
«Jetzt in der Krise Mitarbeitende auf die Strasse zu stellen und gleichzeitig Millionengewinne zu kassieren, ist unverantwortlich und schlicht unanständig», sagt Unia-Regionalsekretär Giuseppe Reo. Er fordert, dass ein Teil dieser Gewinne nun für Weiterbildungsmassnahmen der betroffenen Personen verwendet wird. Durch die Umschulungsmassnahmen könnten die Betroffenen in der neuen Medizinaltechnik-Einheit in Rotkreuz weiterbeschäftigt werden.

Am Hauptsitz in Dierikon sollen 27, in Rotkreuz 12 und in Stans 5 Jobs der Rationalisierungsmassnahme zum Opfer fallen, wie Komax am (gestrigen) Dienstag mitteilte. Dies als Reaktion auf einen Gewinneinbruch um 29 Prozent (siehe Artikelverweis).

scd/hoe