Komitee «Vernünftiges Wachstum Kriens» will die Einzonung des Gebiets Weinhalde am Sonnenberg verhindern

In Kriens wird nach Meinung des Komitees «Vernünftiges Wachstum Kriens» zu rasch und zu viel gebaut. Mit einem Referendum gegen die Einzonung des Gebiets Weinhalde will das Komitee die Stimmbürger über die Umzonung von noch mehr Landwirtschaftsland in Bauland befinden lassen.

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(zim) Die massive Bautätigkeit der letzten Jahre und die aktuell bewilligten und geplanten Projekte führten Kriens nahe an einen Verkehrskollaps, und die Stadt möge mit dem Wachstum kaum Schritt halten, heisst es in einer Medienmitteilung des Komitees «Vernünftiges Wachstum Kriens». Trotzdem wolle der Stadtrat wie auch die grosse Mehrheit des Einwohnerrates am Sonnenberg weitere 13'000 Quadratmeter Landwirtschaftsland in Bauland einzonen. Für das Komitee ist das unverständlich und fahrlässig; vor einer weiteren Einzonung von Bauland müsse Kriens den aktuellen Wachstumsschritt verdauen.

Das Areal Weinhalde in Kriens mit den geplanten drei Neubauten in der Bildmitte.

Das Areal Weinhalde in Kriens mit den geplanten drei Neubauten in der Bildmitte.

Visualisierung PD

Im Komitee «Vernünftiges Wachstum Kriens» haben sich laut Mitteilung Weinhalde-Anwohner, die Grünen Kriens, die IG attraktives Kriens sowie ein ehemaliger SVP-Einwohnerrat zusammengeschlossen. Ziel des Referendums sei es, dass die Krienserinnen und Krienser an der Urne selber bestimmen können, ob die Bautätigkeit und das Wachstum von Kriens weiter angeheizt werden soll oder nicht.

Das Komitee nennt in seinem Schreiben sechs Hauptgründe, die gegen eine weitere Einzonung sprechen:

  • Kriens wächst zu schnell, der aktuelle Wachstumsschritt muss verarbeitet werden
  • Kriens verfügt mit rund 40 Hektaren noch über genügend freiem Bauland
  • Für das Projekt Weinhalde muss wichtiger Schutzwald gerodet werden, was Gefahren und negative Auswirkungen auf das Stadtklima mit sich bringen könnte
  • Das Projekt Weinhalde bringt als autointensive Überbauung übermässig mehr Verkehr und damit noch mehr Lärm und Stau
  • Die Einzonung und Überbauung aller leeren Flecken raubt der kommenden Generation Gestaltungsmöglichkeiten für die Entwicklung der Stadt nach deren Ideen
  • Kurz vor der Abstimmung über ein 15-jähriges Einzonungsmoratorium ist die Weinhalde-Einzonung eine politische Zwängerei

Die Unterschriftensammlung für das Referendum startet am 1. Juni und findet aufgrund der erschwerten Corona-Bedingungen in erster Linie online auf www.vernuenftiges-wachstum-kriens.ch statt

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