Komitee will Maz-Wegzug aus Luzern verhindern

Ein überparteiliches Komitee mit dem Namen «Nicht ohne maz» setzt sich mit einer Unterschriftenaktion für den Verbleib der Journalistenschule in Luzern ein. Weil der Kanton den Betriebsbeitrag von 50'000 Franken gestrichen hat, erwägt die Schule den Wegzug.

Drucken
Teilen
MAZ, die Schweizer Journalistenschule an der Murbachstrasse in Luzern. (Bild: Archiv neue LZ)

MAZ, die Schweizer Journalistenschule an der Murbachstrasse in Luzern. (Bild: Archiv neue LZ)

Die Internet- und Social-Media-Kampagne habe zum Ziel, mit möglichst vielen Unterschriften der in Luzern angesiedelten Schweizer Journalistenschule den Rücken zu stärken, teilte das Komitee am Montag mit. Es gehe auch darum, im Hinblick auf spätere Budgetdebatten das Parlament davon zu überzeugen, von weiteren Streichungen des Unterstützungsbeitrags abzusehen.

Maz fühlt sich brüskiert

Im März 2012 hatte der Luzerner Kantonsrat entschieden, den jährlichen Betriebsbeitrag für das maz in der Höhe von 50'000 Franken aus dem Budget 2012 zu streichen. Der Sparbeschluss sorgte bei der Maz--Führung für Diskussionen, weil der Kanton Luzern Gründungskanton der Journalistenschule und im Stiftungsrat vertreten ist. Das Maz fühlte sich vom Kanton brüskiert und dachte öffentlich über einen Wegzug nach. Es gehe auch um eine Wertschätzung einer Institution gegenüber, die neben Wertschöpfung viel zum Image des Standorts Luzern beitrage, schreibt das Komitee weiter. Andere Städte würden sich um das MAZ reissen.

Publizisten und Verleger

Dem Co-Präsidium von «Nicht ohne maz» gehören unter anderem der Publizist Karl Lüönd, Peter Schulz, Verleger und Gründungsdirektor des Maz, die Autorin und Kolumnistin Gisela Widmer sowie Cécile Bühlmann, ehemalige Luzerner Nationalrätin der Grünen, an. Das Komitee ist eine Initiative zweier Luzerner Kommunikationsagenturen.

Das Maz wurde 1984 gegründet und hatte seinen Sitz zunächst in Kastanienbaum bei Horw. Seit 2003 ist die Schule in der Stadt Luzern angesiedelt.

sda