Kommentar

Bildung hilft gegen Armut im Kanton Luzern

29'300 Luzerner leben in Armut. Der Kanton setzt auf höhere Bildungschancen und eine bessere Arbeitsvermittlung. Das ist richtig so.

Livia Fischer
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Das durchschnittliche Haushaltseinkommen der Luzernerinnen und Luzerner nimmt zu. Während es 2010 noch 87700 Franken gewesen sind, waren es bei der jüngsten Erhebung vor vier Jahren 93'100 Franken.

Und trotzdem: Der armutsbetroffene Anteil der Luzerner Bevölkerung ist von 7,4 Prozent (Stand 2010) auf 7,5 Prozent gestiegen. Dies sind 29'300 Personen, welche die notwendigen Ressourcen für die Lebenshaltung nicht selbst aufbringen können beziehungsweise deren Haushaltseinkommen nach Abzug der Sozialversicherungsbeiträge und der Steuern unter dem sozialen Existenzminimum liegt.

Immerhin halfen Unterstützungsgelder wie die Sozialhilfe über der Hälfte der Betroffenen, aus der Armut heraus zu kommen. Dass diese Mittel nötig sind und auch künftig wichtig bleiben werden, sieht auch der Luzerner Regierungsrat so. Geht es um die Armutsprävention sowie die Armutsbekämpfung, verfolgt er aber eine andere Strategie – und setzt auf höhere Bildungschancen und eine bessere Arbeitsvermittlung. Erste Massnahmen dazu hat er schon getroffen.

Das ist auch richtig so. Denn wer über einen höheren Bildungsabschluss verfügt, hat auch bessere Chancen auf ein höheres Einkommen. Nicht zuletzt sind viele der Menschen, die Sozialhilfe beziehen, arbeitslos. Die Unterstützung von Stellensuchenden ist darum wichtig. Ein Punkt, der aus aktuellem Anlass die Politik auch im nächsten Jahr stark beschäftigen wird.