Kommentar

Deutlicher Denkzettel der Ebikoner an ihren Gemeinderat

Der umstrittene Bebauungsplan für die Sagenmatt ist zwar durchgekommen, aber äusserst knapp. Das muss dem Gemeinderat zu denken geben.

Roman Hodel
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Roman Hodel.

Roman Hodel.

Bild: Dominik Wunderli

Haarscharf ist der Ebikoner Gemeinderat an einem Debakel vorbeigeschlittert. Zwei abgelehnte Vorlagen an einem Tag wären schwer zu verdauen gewesen. Er kann sich bei den 15 Stimmberechtigten bedanken, die bei der Sagenmatt – einem grundsätzlich spannenden Projekt – den Unterschied ausmachten. Klar, die Exekutive erstellt die Siedlung nicht selber, doch zu viel ist von ihrer Seite im Vorfeld schiefgegangen, zu viel Vertrauen bei immerhin der Hälfte der Bevölkerung verspielt worden – mit der mangelhaften Botschaft, aber auch, weil sie die Abstimmung so rasch wieder angesetzt hat.

Einen grossen Achtungserfolg erzielt hat die IG Bauen statt klotzen – selbst wenn es am Ende nicht gereicht hat. Sie legte den Finger auf die wunden Punkte und nutzte geschickt Fehler aus, die einer professionell aufgestellten Bauherrschaft nicht passieren dürfen – beispielsweise in Bezug auf die fehlerhafte Darstellung der Gebäudehöhen selbst im zweiten Anlauf zur Abstimmung.

Der Gemeinderat muss bei der Begleitung grosser Bauprojekte in Zukunft mehr Fingerspitzengefühl, mehr Professionalität an den Tag legen. Denn sonst droht beim nächsten Mal wieder ein Zufallsresultat, aber auf der Nein-Seite.