Kommentar
Dieser FCL weckt neue Hoffnungen

Nach dem Ende des Aktionärsstreit stellt der FC Luzern seine Führungsriege komplett neu auf. Die Aussichten sind vielversprechend.

Cyril Aregger
Cyril Aregger
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Es herrscht Aufbruchstimmung beim FC Luzern. Mit Stefan Wolf übernimmt ein Mann das Präsidentenamt, der als FCL-Urgestein und Cupsieger den so wichtigen Stallgeruch mitbringt. Er hat beim FC St.Gallen Erfahrungen im Verwaltungsrat gesammelt und beherrscht auch die Ansprache an die Fans, wie sein gestriger Auftritt gezeigt hat.

Ihm zur Seite steht – endlich – ein breit aufgestellter Verwaltungsrat, der unabhängig vom Aktionariat die Geschicke des FCL leiten soll. Die bisher bekannten Köpfe stehen für Fussballsachverstand, wirtschaftliches und kommunikatives Know-how. Dass eine Frau das Gremium komplettieren wird, setzt ein weiteres positives und zeitgemässes Zeichen.

Nicht vergessen sollte man, dass diese Aufbruchstimmung durch jene ausgelöst werden konnte, die nun nicht mehr dabei sind. Insbesondere die Triple-S-Gruppe mit Samih Sawiris, Hans Schmid und Marco Sieber, die ihre Aktien zu einem symbolischen Preis an Josef Bieri abgegeben haben – zum Wohle des FCL.

Wichtig ist nun, dass der Verwaltungsrat tatsächlich unabhängig arbeiten kann. Wenn dann der neue Präsident auch noch zur Identifikationsfigur wächst, dann stehen die Chancen gut, dass der FC Luzern sich wieder stärker in die Innerschweizer Herzen spielen und so Fans und neue Aktionäre aus der ganzen Innerschweiz gewinnen kann. Das Potenzial dazu ist seit gestern auf jeden Fall vorhanden.