Kommentar
Kanton Luzern muss beim A14-Anschluss auch selber aufs Gaspedal drücken

Mit Recht macht der Regierungsrat Druck beim Bund, er müsse den A14-Anschluss in Buchrain so schnell wie möglich ausbauen. Der Kanton muss sich allerdings auch selbst ins Zeug legen.

Roman Hodel
Roman Hodel
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Beim A14-Anschluss Buchrain ist seit der Inbetriebnahme vor erst elf Jahren der Wurm drin. Die Kapazität war von Anfang zu knapp bemessen. Selbst ein erster Ausbau nach nur zwei Jahren bei der Ausfahrt von Luzern her bedeutete keinen Befreiungsschlag. Der Verkehr auf dem umliegenden Strassennetz ist insbesondere am Feierabend am Anschlag. Dass der Kanton Luzern beim Bund nun Dampf macht, er solle den Anschluss bereits mit dem Bypass-Projekts bis 2033 ausbauen, statt erst bis 2040, macht Sinn. Denn wegen des damit verbundenen, wichtigen A14-Ausbaus von vier auf sechs Spuren zwischen Luzern und Zug müsste der Anschluss ohnehin angepasst werden.

Stau beim Anschluss Buchrain.

Stau beim Anschluss Buchrain.

Bild: PD

Allerdings: Wenn der Kanton beim Bund schon aufs Gaspedal drückt, dann muss er es bei den eigenen Strassenbauprojekten konsequenterweise auch tun und den Ausbau des Knotens beim A14-Anschluss endlich prioritär behandeln. Denn die Hauptschuld am Stau trägt die Kreuzung bei der Reussbrücke, wie eine von den Behörden in Auftrag gegebene und im Januar veröffentlichte Studie gezeigt hat. Zwar ist ein Vorprojekt für eine Kurzumfahrung in Bearbeitung. Doch bis die ersten Baumaschinen auffahren, vergehen noch mindestens fünf Jahre – in Realität wohl eher ein paar mehr.

In der Zwischenzeit bleibt den Automobilisten nichts anderes übrig, als sich allabendlich in Geduld zu üben – und auf die ebenfalls angekündigten, kurzfristigeren Verbesserungsmassnahmen zu hoffen.

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