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KOMMENTAR: Nach dem Ja zur Heimauslagerung: Tatbeweis liefern

Christian Glaus, Redaktor Ressort Stadt/Region Luzern, zu der Auslagerung der Heime in Kriens.
Redaktor Christian Glaus von der Neuen Zuger Zeitung. 1. März 2013 (Neue ZZ/Werner Schelbert) (Bild: Werner Schelbert (Neue ZZ) (Neue Zuger Zeitung))

Redaktor Christian Glaus von der Neuen Zuger Zeitung. 1. März 2013 (Neue ZZ/Werner Schelbert) (Bild: Werner Schelbert (Neue ZZ) (Neue Zuger Zeitung))

Die Aussage des Krienser Sozialvorstehers Lothar Sidler gibt zu denken: «Viele haben nicht aus dem Herzen Ja gestimmt.» Mit diesen Worten analysiert er das knappe Resultat zur Heimauslagerung. 52,5 Prozent der Krienser haben «Ja» auf den Stimmzettel geschrieben und sind damit dem Gemeinderat und den Abstimmungsempfehlungen von SVP, FDP, CVP, GLP und SP gefolgt. Das ist ein denkbar knappes Ergebnis für eine Vorlage, die nur von den Grünen bekämpft wurde. Und vergleicht man es mit den Abstimmungen über die Heimauslagerung in der Stadt Luzern (2014) und in Emmen (2009), ist das Resultat schon fast eine Schmach. In Luzern sagten 61,5 Prozent Ja, in Emmen 67,5 Prozent.

Es ist offensichtlich, die Krienser stehen der Auslagerung der Heime skeptisch gegenüber. Das ist aber auch nicht verwunderlich, schliesslich ging es vor allem um eines: ums Geld. Die Heime sollten von der Gemeindeverwaltung getrennt werden, damit sie unabhängig von den maroden Krienser Finanzen den Neubau des Heims Grossfeld realisieren können. Die Auslagerung erhielt dadurch den Geschmack einer Sparvorlage – und das schürt Ängste.

Gemeinderat und Parlament haben es in der Hand, diese Ängste abzubauen. Denn noch muss die Leistungsvereinbarung zwischen Gemeinde und Heim AG verabschiedet werden. Diese gibt vor, welche Leistungen die Heime zu welchem Preis und in welcher Qualität erbringen müssen. Der Gemeinderat hat versprochen, dass weder Anstellungsbedingungen, noch Pflegequalität oder Aufenthaltstaxen durch die Auslagerung leiden werden. Jetzt muss er beweisen, dass er das Vertrauen der Bevölkerung verdient hat.

Christian Glaus, Redaktor Ressort Stadt/Region Luzern

christian.glaus@luzernerzeitung.ch

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