Kommentar
Spitalbesuche sind wichtig

Ob und wer wie oft im Spital Besuch bekommen darf, ist kantonal unterschiedlich geregelt. In Luzern sind die Regeln besonders strikt.

Livia Fischer
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Livia Fischer.

Livia Fischer.

(Bild: Dominik Wunderli)

Überraschen dürfte das generelle Besuchsverbot in den Luzerner Spitälern nicht mehr – zumindest die luzernische Bevölkerung nicht, schliesslich gilt es schon seit Monaten. Doch ein Blick über die Kantonsgrenze zeigt: In Bern, Aargau, Zug und Uri sind die Bestimmungen weniger strikt.

Die verschiedenen kantonalen Regelungen miteinander zu vergleichen, ist aber nicht zielführend. Zumal die strengen Vorschriften gar nicht vom Kanton Luzern auferlegt sind: Wer in stationärer Behandlung ist, dürfte laut Verordnung täglich von zwei Personen besucht werden. Wie das Besuchsrecht letztlich gehandhabt wird, überlässt der Kanton den einzelnen Einrichtungen.

Dass diese ihre Patientinnen und Patienten so gut es geht vor einer Ansteckung schützen wollen, ist verständlich. Und dass dafür einschränkende Massnahmen getroffen werden müssen, steht ausser Frage. Trotzdem: Die Diskussion darüber, wie weit diese Einschränkungen gehen sollen, ist berechtigt.

Denn gerade in emotional herausfordernden Situationen, wie es bei einem Spitalaufenthalt der Fall sein kann, ist die Anwesenheit von Vertrauenspersonen für das Wohlbefinden und die Genesung zentral.