Kommentar
Steigende Coronazahlen: Wer neue Massnahmen verhindern will, sollte sich impfen lassen

In der Schweiz schnellen die Coronazahlen in die Höhe. Dank der Impfung können schwere Krankheitsverläufe aber wohl grösstenteils verhindert werden.

Dominik Weingartner
Dominik Weingartner
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Die Corona-Fallzahlen steigen in einem Ausmass, dass einem angst und bange werden kann. Müssen wir uns nun wieder grosse Sorgen um unsere Gesundheit machen? Und lösen sich die geduldig errungenen Lockerungen jetzt wieder in Luft auf?

Dafür gibt es vorderhand keinen Grund. Denn die reinen Fallzahlen sind nicht entscheidend für die Verfügung von harten Einschränkungen unserer Freiheit. Von Anfang an ging es bei den Massnahmen in erster Linie darum, eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. Und davon sind wir zum Glück noch weit entfernt, wie ein Blick auf die Zahl der Hospitalisationen zeigt. Zudem gibt es viel weniger Todesfälle als noch im Winterhalbjahr. Seit Juni verzeichnete etwa der Kanton Luzern nur noch einen Todesfall.

Das macht Hoffnung. Die Impfung ist vermutlich tatsächlich der «Gamechanger», auf den viele gesetzt haben. Zwar schützt auch sie nicht zu 100 Prozent vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Es gibt bis dato noch keine Impfung, die einen solch hohen Schutz gegen irgendeine Krankheit bietet. Aber nach allen bislang verfügbaren Erkenntnissen schützt die Impfung vor schweren Krankheitsverläufen.

Das Virus stellt uns mit der Delta-Mutation vor eine neue Herausforderung. Aber dank der Impfung sind wir in der Lage, sie zu meistern. Und zwar ohne dass wir unser Leben wieder stark einschränken müssen. Sowieso: Wer neue Massnahmen verhindern will, sollte sich impfen lassen.