Kommentar
Trotz Rekord-Winter: Die Zentralschweizer Skigebiete sollen in das Sommer-Angebot investieren

Die Skigebiete in der Region blicken auf eine aussergewöhnlich gute Wintersaison zurück. Das sollte sie nicht davon abhalten, bei der Planung von Investitionen den Klimawandel zu berücksichtigen.

Lukas Nussbaumer
Lukas Nussbaumer
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So viele Sonnentage wie selten zuvor, top Schneeverhältnisse schon zu Beginn der Saison im Dezember: Die Zentralschweizer Skigebiete können sich über einen äusserst erfolgreichen Winter freuen. Die tollen Bedingungen haben nicht nur zu hohen Erträgen im Ticketverkauf, sondern auch zu sehr gut gebuchten Hotels und Ferienwohnungen sowie zu vollen Restaurants geführt. Und die Saison ist zumindest für einzelne Destinationen noch nicht vorbei: Sie gehen in die Verlängerung.

Der tolle Winter ist ein sehr erfreulicher Kontrast zum vergangenen, als die Skigebiete aufgrund der Pandemie teilweise geschlossen bleiben mussten, im Kanton Luzern sogar länger als in der restlichen Zentralschweiz. Und die Rekordsaison wiegt auch frühere Jahre auf, als das Wetter nicht so gut mitspielte oder der Schnee wochenlang ausblieb.

Dass dies jederzeit wieder passieren kann, wissen die Tourismusdirektorinnen und Pistenchefs. Sie dürften deshalb froh sein über die hohen Einnahmen. Schliesslich müssen nicht nur bestehende Anlagen erneuert werden, sondern es stehen wie im Gebiet Engelberg Titlis auch grosse Investitionen an. Und weitere müssen wegen des Klimawandels folgen – in den Ausbau des Angebots im Sommer und Herbst. Denn so schön der heurige Erfolg auch ist, die Schneefallgrenze wird mittel- und langfristig steigen. Sich hauptsächlich aufs Wintergeschäft zu verlassen, wäre deshalb gerade für tiefer liegende Gebiete fahrlässig.