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KOMMENTAR: Vorgeführt statt vorgespurt

LZ-Redaktor Alexander von Däniken zum neuen SBB-Fahrplan.
Alexander von Däniken
Alexander von Däniken (Bild: Pius Amrein)

Alexander von Däniken (Bild: Pius Amrein)

Es ist fast nicht zu glauben: Seit Monaten kämpfen Luzerner Politiker und Interessenverbände für eine bessere morgendliche Direktverbindung von Luzern ins Tessin. Zur Erinnerung: Heute fährt der erste Zug um 10.18 Uhr. Die Vorstösse schienen sogar zu fruchten. Die SBB versprachen im Sommer einen Direktzug um 8.18 Uhr nach Lugano. Davon ist im Fahrplanentwurf für 2018 aber nichts zu sehen. Dann kündigten die SBB via Verkehrsverbund Luzern vor rund einer Woche einen täglichen Direktzug nach Locarno an. Abfahrt um 9.18 Uhr. Immerhin.

Doch auch daraus wird nun nichts. Das Bundesamt für Verkehr bewilligt für diese Verbindung nur das verlängerte Wochenende – und verkündet das etwas verschämt in einer verklausulierten Mitteilung.

Als Luzerner Bahnkunde und Steuerzahler fühlt man sich da vorgeführt. Was haben die SBB vor? Finden überhaupt Gespräche zwischen den SBB und dem Bund statt? Statt einen kons­truktiven Weg für Luzern im Schweizer Bahnnetz vorzuspuren, bestätigen Bahn und Bund die Befürchtung, dass Luzern aufs Abstellgleis gestellt wird.

Alexander von Däniken

alexander.vondaeniken@ luzernerzeitung.ch

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