Kommentar zur Abstimmung in Ebikon
Künftige Betreiber der Deponie Stuben müssen Wort halten

Im Vorfeld hiess es etwa, dass die LKW zu den Haupt-Schulwegzeiten nicht zur Ebikoner Deponie Stuben fahren werden. Solche Ankündigungen müssen nun eingehalten werden.

Roman Hodel
Roman Hodel
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Eine komfortable Mehrheit der Ebikoner Stimmberechtigten ist für die Umzonung zugunsten einer Deponie für Aushubmaterial im Gebiet Stuben. Das ist bemerkenswert, denn es gab gute Gründe, die Vorlage abzulehnen. Wer will schon mehr LKW-Verkehr? Und dass ein Grossteil des Areals im kantonalen Richtplan als ungeeignet für eine Deponie taxiert ist, machte die Sache nicht besser.

Doch – und das hat die Mehrheit richtig erkannt – irgendwohin muss das Aushubmaterial am Ende; besser in der Nähe, als weit weg. Zumal das Areal danach erst noch als Fruchtfolgefläche genutzt werden kann. Letzteres war denn auch mit ein Grund, weshalb der Kanton Luzern bei der Vorprüfung grünes Licht gab für die öffentliche Auflage der Umzonung und des Projekts.

Blick auf einen Teil des künftigen Deponieareals im Gebiet Stuben.

Blick auf einen Teil des künftigen Deponieareals im Gebiet Stuben.

Bild: Pius Amrein (Ebikon, 20. April 2022)

Es ist nun am Gemeinderat und an der Betreiberfirma, die Gegner mit ins Boot zu holen, so gut es geht. So hiess es im Vorfeld etwa, dass die LKW zu den Haupt-Schulwegzeiten nicht fahren sollen. Solche Ankündigungen gehören eingehalten, sonst verspielen die Betreiber das Vertrauen.

Die Gegner haben das mit dem Vertrauen verspielen ein Stück weit vorgemacht, indem sie falsche Zahlen zu Volumen und LKW-Fahrten verbreitet haben. Würde ein solches Vorgehen an der Urne belohnt, wäre das fatal für die Demokratie.

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