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Kommentar

Luzerner Digitalstrategie: Für die Top-Liga braucht es mehr

Der Luzerner Stadtrat will in den nächsten zehn Jahren 14,4 Millionen Franken investieren, um die Stadtverwaltung fürs digitale Zeitalter fit zu machen.
Robert Knobel
Robert Knobel.

Robert Knobel.

Das Ziel ist ambitioniert: Die Stadt Luzern soll in 10 Jahren zu den «wegweisenden» Städten in Sachen Digitalisierung gehören. Das ist absolut zu begrüssen. Denn die Digitalisierung schreitet so oder so voran. Nur wer sich frühzeitig positioniert, hat später einen wichtigen Standortvorteil.

Allerdings versteht der Stadtrat unter Digitalisierung in erster Linie den virtuellen Kontakt zwischen Verwaltung und Bürgern. Doch ein Online-Schalter genügt bei weitem nicht, um eine digitale Führungsrolle zu erlangen. Denn das grösste Potenzial der Digitalisierung liegt im öffentlichen Raum und im städtischen Alltag. Erstaunlicherweise ist davon in der Digitalstrategie kaum die Rede. Der Stadtrat argumentiert, er überlasse es Privaten, hier für Innovationen zu sorgen.

Doch diese Argumentation überzeugt nicht. Die Stadt sitzt am Schalthebel von unzähligen wichtigen Vorgängen im öffentlichen Raum – von der Parkplatzbelegung bis zum Füllstand der öffentlichen Abfallkübel. Alles Vorgänge, die sich digital steuern und optimieren lassen. Hier liegt ein riesiges Potenzial, das andere Städte wie Zürich, St. Gallen oder Basel bereits zu nutzen beginnen. «Wegweisend» kann die Stadt Luzern erst sein, wenn die Digitalisierung nicht nur in den Amtsstuben, sondern auch auf der Strasse spürbar ist.

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