Kommission des Luzerner Kantonsrats will eine Ausnahme für kleine Bordelle

Im Kanton Luzern sind Sexbetriebe künftig bewilligungspflichtig. Während die Regierung eine Bewilligung bereits ab zwei Sexarbeitern fordert, will die Kommission Justiz und Sicherheit eine Ausnahme für Bordelle mit einer oder zwei Personen.

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Blick in ein Bordell mit mehreren Sexarbeiterinnen. (Symbolbild: Reto Martin)

Blick in ein Bordell mit mehreren Sexarbeiterinnen. (Symbolbild: Reto Martin)

(pd/rt) Die Luzerner Regierung plant strengere Regeln für Bordelle. Dadurch sollen Sexarbeiter besser geschützt und die Kontrollmöglichkeiten der Polizei ausgeweitet werden. Heute sind Kontrollen nur in Sexbetrieben möglich, welche Getränke ausschenken und daher eine Bewilligung fürs Gastgewerbe brauchen. Ansonsten hat die Polizei nur Zutritt, wenn die Staatsanwaltschaft eine Durchsuchung angeordnet hat.

Ausnahme bis zwei Personen für mehr Sicherheit

Die Regierung verlangt in der Botschaft eine Bewilligungspflicht für Betriebe ab zwei Personen. Dies sieht nun die Kommission Justiz und Sicherheit (JSK) des Kantonsrats anders. Sie verlangt, dass Betriebe mit höchstens zwei Personen ausgenommen werden. Damit werde verhindert, dass Sexarbeiter alleine arbeiten, um nicht unter die Bewilligungspflicht zu fallen. Dies diene der Sicherheit. Die JSK überweist den Antrag dem Kantonsrat mit 8 zu 5 Stimmen.

Zunächst sah die Regierung gar eine Bewilligungspflicht für alle Betriebe vor. In der Vernehmlassung aber sprach sich die Mehrheit für eine Ausnahme von Kleinstbetrieben aus.