KONJUNKTUR: Luzerner Exporte sind 2015 zurückgegangen

Die Luzerner Unternehmen haben 2015 bei den Exporten Einbussen hinnehmen müssen. Geprägt war das letzte Jahr zudem von einer höheren Arbeitslosigkeit.

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Die wichtigste Exportgüter Luzerns kommen aus der Maschinen- und Metallindustrie. Auf dem Bild: Produktion der Swiss Steel AG in Emmenbrücke. (Archivbild Neue LZ)

Die wichtigste Exportgüter Luzerns kommen aus der Maschinen- und Metallindustrie. Auf dem Bild: Produktion der Swiss Steel AG in Emmenbrücke. (Archivbild Neue LZ)

Die Ausfuhren gingen um 6,2 Prozent auf 4,4 Milliarden Franken zurück. Wie lustat Statistik Luzern am Mittwoch mitteilte, ist der Exportrückgang zu einem grossen Teil auf sinkende Preise zurückzuführen. 69 Prozent der ausgeführten Luzerner Waren gingen nach Europa. Die wichtigste Exportgüter Luzerns kommen aus der Maschinen- und Metallindustrie, bei den Exporten nach Asien spielen auch Produkte aus der Landwirtschaft eine grössere Rolle.

Eine negative Entwicklung gab es 2015 auch bei der Arbeitslosigkeit. Im Jahresmittel waren 4383 Personen als arbeitslos registriert, das sind 5,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Die mittlere Arbeitslosenquote stieg 2015 gegenüber dem Vorjahr von 1,9 Prozent auf 2,1 Prozent. Die Jugendarbeitslosenquote nahm von 2,0 Prozent auf 2,2 Prozent zu.

Nachlassender Schwung

Gegen Ende 2015 hat die Luzerner Wirtschaft weiter an Dynamik eingebüsst. Industrie und Detailhandel wiesen im vierten Quartal eine stabile Geschäftslage aus. Im Gastgewerbe sank die Ertragslage, im Baugewerbe reduzierten sich die Auftragsbestände.

In der Industrie wurde die Geschäftslage Ende Jahr mehrheitlich unverändert als befriedigend bezeichnet. Exportfirmen beurteilten die Situation verhaltener als binnenorientierte, sie erwarten aber eine positivere Entwicklung im ersten Halbjahr 2016.

Von einer befriedigenden stabilen Geschäftslage sprachen bezüglich der Monate Oktober, November und Dezember auch die Detaillisten. Bei der Ertragslage zeigte sich gegenüber dem Vorquartal eine Verbesserung.

Die Konjunktur im Baugewerbe kühlte sich auf hohem Niveau ab. Vor allem der Hochbau ist davon betroffen. Bis Mitte 2016 rechnen drei Viertel der Baufirmen aber mit einer stabilen Lage.

Im Gastgewerbe wurde die Geschäftslage Ende 2015 zurückhaltender beurteilt als drei Monate zuvor. Geklagt hat vor allem die Hotellerie. (sda)