Rund 300 Fans des FC Luzern blieben am Sonntag dem Spiel gegen den FC Zürich fern. Ihr Boykott richtete sich gegen die verschärften Kontrollen.
In der Swissporarena wollte am Sonntagnachmittag beim Spiel zwischen dem FC Luzern und dem FC Zürich (1:1) keine Stimmung aufkommen. Und wenn, dann liessen vor allem die Gästefans von sich hören. Der Grund: Rund 300 FCL-Fans blieben dem Spiel fern. Sie folgten dem Boykott-Aufruf des Fanclub-Dachverbands United Supporters Luzern (USL). USL-Mitglieder haben vor dem Spiel Flyer verteilt, mit dem Titel «Ausweiszwang? Griff zwischen die Beine? Nicht mit uns!» Zusätzlich wurde dazu aufgerufen, am nächsten Heimspiel gegen den FC Thun vom 2. März ohne ID zu erscheinen.
Der Boykott ist eine Reaktion auf die verschärften Massnahmen, die der FC Luzern im Zusammenhang mit dem Hooligan-Konkordat im Auftrag des Kantons Luzern umsetzt. Eine Massnahme, die Ausweiskontrolle, wird an jenem Thun-Spiel erstmals umgesetzt.
Thomas Schönberger, CEO des FC Luzern, bedauerte nach dem Spiel den Boykott: «Der Verein und die Mannschaft sind die Leidtragenden, obschon sich der Protest gegen die öffentliche Hand richten sollte. Schliesslich haben die kantonalen Behörden das Konkordat durchgesetzt. Nun werden wir mit den Fans das Gespräch suchen.»
Zu Ausschreitungen ist es nicht gekommen, wie die Luzerner Polizei auf Anfrage mitteilte.