Kommentar

Kontrolle der Luzerner Betriebe ist wichtig – aber mit Augenmass

Am 11. Mai öffnen wieder viele Geschäfte. Für die Umsetzung der vom Bund vorgeschriebenen Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus sind im Kanton Luzern dreimal mehr Kontrolleure unterwegs. Das ist richtig.

Dominik Weingartner
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Am 11. Mai wird ein weiteres Stück Normalität in unseren Alltag zurückkehren, wenn Läden, Restaurants und Schulen ihren Betrieb wieder aufnehmen – wenn auch mit Einschränkungen. Dieser Schritt ist begrüssenswert. Die aktuellen Zahlen an Neuansteckungen mit dem Coronavirus lassen hoffen, dass mit einer eingeschränkten Wiederbelebung des öffentlichen Lebens nicht sofort die nächste Erkrankungswelle losgetreten wird.

Dominik Weingartner.

Dominik Weingartner. 

Die Luzerner Gewerkschaften warnen nun, die Betriebe würden zu wenig auf die Einhaltung der Schutzmassnahmen kontrolliert. Die von den kantonalen Behörden jetzt erstmals veröffentlichten Zahlen lassen diesen Schluss indes kaum zu. Bei 140 kontrollierten Betrieben mussten nur bei 49 kleinere Abweichungen von den Schutzmassnahmen beanstandet werden. Diese konnten unbürokratisch sofort behoben werden. Nur ein Betrieb musste für 1,5 Stunden geschlossen werden. Diese Zahlen zeigen: Die Schutzmassnahmen werden gut umgesetzt.

Dennoch ist es richtig, dass die Gewerkschaften auf die Einhaltung der Massnahmen pochen. Die Angestellten haben ein Recht darauf, möglichst vor einer Ansteckung geschützt zu werden. Es ist darum auch richtig, dass die Behörden ab dem 11. Mai mehr Kontrolleure losschicken. Denn Kontrolle ist wichtig – aber mit Augenmass. Solange sich die Unternehmen an die Vorgaben halten, muss man sie nicht auf Vorrat gängeln.

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