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Konzeptlos

Kommentar
Robert Knobel, Leiter Ressort Stadt/Region
Robert Knobel, Leiter Ressort Stadt/Region. (Bild: Nadia Schärli / LZ (Luzern, 16. Dezember 2016))

Robert Knobel, Leiter Ressort Stadt/Region. (Bild: Nadia Schärli / LZ (Luzern, 16. Dezember 2016))

Der geplante Abbruch einer Villa aus dem 19. Jahrhundert sorgt für Kritik; auch wenn die Obergrund-Villen ihre Rolle als architektonische Zeitzeugen kaum mehr wahrnehmen können. Das liegt vor allem an der Lage – eingezwängt zwischen Ausfallsachse und einem Wohnquartier, in dem die Stadtentwicklung einen ganz anderen Lauf genommen hat. Die herrschaftlichen Villen mit ihren Gärten fristen ein Schattendasein; sie sinnvoll zu nutzen, erscheint anspruchsvoll.

Dennoch darf man Fragezeichen hinter die jüngste Entwicklung setzen. Die Stadt erweckt nicht den Eindruck, als läge ihr allzu viel an den Villen. Obwohl sie selber das fragliche Gebäude als schutzwürdig einstuft, bietet sie Hand zum Abriss. Doch ein isolierter Neubau – so qualitativ hochstehend er auch sein mag – vermag die städtebauliche Situation an der Obergrundstrasse kaum zu verbessern. Das vernachlässigte Gebiet um Autobahn und Stadtgrenze sollte eine grundsätzliche Aufwertung erfahren. So wie dies etwa Kriens mit dem Projekt Eichhof West vorhat.

Robert Knobel, Leiter Ressort Stadt/Region

robert.knobel@luzernerzeitung.ch

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