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Konzert des Luzerner Stadtorchesters mit Chören aus der Region: Gemeinsam zu Höchstleistungen

Das Stadtorchester Luzern bot am Sonntagmorgen im KKL zusammen mit drei Chören aus der Region ein buntes Programm. Dabei zeigte es eindrucksvoll, dass es in vielen Musikstilen zu Hause ist.
Gerda Neunhoeffer
Das Stadtorchester musizierte am Sonntag gemeinsam mit Chören im KKL. Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 26. Mai 2019)

Das Stadtorchester musizierte am Sonntag gemeinsam mit Chören im KKL. Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 26. Mai 2019)

«Es ist toll, der Saal ist voll», sagt Luzerns Stadtpräsident Beat Züsli (SP) am Sonntagvormittag am Jubiläumskonzert im KKL. Er gratuliert dem Stadtorchester Luzern herzlich zum 150-jährigen Bestehen und wünscht diesem weiterhin die Begeisterung, die derzeit spürbar ist. In den zwanzig Jahren seit dem ersten Konzert im KKL habe das Stadtorchester ein beeindruckendes Niveau erreicht. Dass zum Orchester drei Chöre aus der Region kommen, gibt dem festlichen Anlass zusätzlich Gewicht.

Erwartungsvolle Unruhe im Publikum, und dann treten sie auf: die Chöre in weissen Blusen und Hemden auf der Orgelempore, das Orchester im gewohnten Schwarz auf der Bühne. Mit zartem Pizzicato der Streicher beginnt die Ouvertüre zu Rossinis Oper «Die Italienerin in Algier». Ein heikler Einstieg, der aber gut gemeistert wird.

Nervosität legt sich schnell

Die anfänglich spürbare Nervosität im Orchester legt sich unter Dan Covaci-Babsts ruhigen und sicherem Dirigat schnell. Man hat fleissig für diesen Anlass geprobt, und nun zeigt sich in der Gemeinschaft klangvoll, was jeder Einzelne beiträgt. Und als dann «Adiemus» von Karl Jenkins mit allen Sängern zu grossem Klang aufblüht, weiss man, es wird ein wahrlich festliches Konzert, in dem sich Orchester und Chöre zu Höchstleistungen aufschwingen.

Viele der Kinder und Jugendlichen vom «Jugendchor Farfallina Singers«, die in der ersten Reihe der Orgelempore stehen, beherrschen das ganze Programm auswendig. Und auch wenn sie nur zuhören, wie beim sorgfältig gespielten ersten Satz aus Franz Schuberts Sinfonie h-Moll, der Unvollendeten, bleiben sie konzentriert und aufmerksam. Die Chöre «Colomba Bianca» aus Kriens-Obernau und «Canto Insieme» aus Buttisholz singen den ersten Satz aus Mendelssohns Mottete «Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser» sauber intoniert und mit guter Aussprache.

Nach der Pause folgt der Stilwechsel

Nach der Pause geht es in andere musikalische Sphären. Ob Chor und Orchester zusammen mit der Sängerin Regula Hasler das berühmte «Hallelujah» von Leonard Cohen zelebrieren, ob das Orchester mit Gershwins «An American in Paris» jazzig zu swingen beginnt – immer spürt und hört man im ganzen Saal die Begeisterung aller Mitwirkenden. Da sind die Rhythmen auf dem Punkt, die Klänge wechseln von leicht bis dramatisch, und die Chorstimmen der Vielen vereinen sich zu ausdrucksvollem Sound.

«You’ll Never Walk Alone» bringt besonders deutlich zum Klingen, um was es hier geht: Gemeinsames Musizieren und Singen, das verbindet und andere Menschen mitreisst. Und «What a Wonderful World», das Motto dieses Jubiläumskonzerts, kommt ebenso stimmungsvoll über die Rampe wie alle anderen Stücke. Ein grossartiger Erfolg des Liebhaberorchesters, dem man genügend Nachwuchs und weiter so viel Freude am Musizieren wünscht.

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