Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

KONZERT: Ein Geschwister-Trio verzückt Rothenburg

Der Jodlerklub Burgfründe feierte am Wochenende sein 50-jähriges Bestehen. Präsentiert wurde Jodelgesang auf höchstem Niveau – mit prominenten Gästen.
Die Geschwister Rymann in der Chärnshalle Rothenburg. (Bild: Dominik Wunderli (3. November 2017))

Die Geschwister Rymann in der Chärnshalle Rothenburg. (Bild: Dominik Wunderli (3. November 2017))

Ein 50-Jahr-Jubiläum ist allemal ein Grund zum Feiern. Aus diesem Grund führte der Jodlerklub Burgfründe Rothenburg am Freitag und Samstag zwei Jubiläumskonzerte durch. Jenes am Freitag bot einen reichhaltigen Querschnitt durch die schweizerische Jodelkomponisten-Szene.

Zur guten Stimmung trugen die Gastformationen bei, unter anderem die neun Blechbläser Legastoniker aus Horw, die jodelnden Geschwister Rymann aus Giswil, das Wärchtigschörli Roteborg und das Schwyzerörgeli-Trio Immer spitz.

«Heimweh» im Doppelpack

Mit dem Jodellied «Am Morge» des Entlebuchers Franz Stadelmann gelang ein glänzender Einstieg. Harmonische Jodelkultur zeigten die Rothenburger im Jubiläumsjuitz der Obwaldner Komponistin Margrit Spichtig-Hofer. «Heimweh» gab’s im Doppelpack: Während das Wärchtigs­chörli den Hit des deutschen Schlagersängers Freddy Quinn aus den 1950er-Jahren intonierte und damit die Ü60-Generation begeisterte, setzten die Legas­toniker auf das gleichnamige Lied der Mundartrocker Plüsch.

Die Geschwister Rymann – Silvia, Annemarie und Peter Rymann – zählen zu den ganz Grossen in der Jodlerszene. Ihr Gesang ist ein Klangerlebnis allererster Güte und geht unter die Haut. Die Töchter des unvergesslichen Jodlers und Komponisten Ruedi ­Rymann (1933–2008) begeistern mit ihren warmen Naturstimmen immer wieder. Bei all ihren Vorträgen werden Silvia und Annemarie jeweils von ihrem Bruder, Peter Rymann, am Schwyzerörgeli begleitet. In ihren Liedern lassen sie die Verbundenheit zur Heimat und Natur spüren. Mit dem Rymann-Potpourri «Jetzt wemmer eis jödele», erinnerten die Geschwister unter anderem an das musikalische Schaffen ihres Vaters. Selbstverständlich durften in diesem Potpourri Hits wie «Dr Gemsjäger» und «Dr Schacher Seppli» nicht fehlen. Die drei Geschwister kamen nicht mit leeren Händen an die Geburtstagsfeier. «Zuerst dachten wir an ein Feuerwerk als Geschenk. Doch das hätten wir ‹nid vermegä›», sagte Spassvogel ­Peter Rymann. Statt Feuerwerk gab’s aber einen Laib würzigen Schacher-Seppli-Alpkäse von der «Flionalp» (Fluonalp) ob Giswil.

Am Eidgenössischen gab’s die Bestnote

Anlässlich des Jubiläums blickte der Klub auch auf jüngste Erfolge zurück. Die Burgfründe erreichten am Eidgenössischen Jodlerfest im vergangenen Juni die Bestnote 1. Trudi Strebel-Planzer, seit zwölf Jahren musikalische Leiterin des Klubs, habe diesen «mit voller Kraft in Brig zur Bestnote geführt», sagte Vereinspräsident Fredi Krummenacher den rund 500 Konzertbesuchern am Freitag in der ausverkauften Chärnshalle in Rothenburg.

Monika van de Giessen

region@luzernerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.