KOPFTUCH IM SPORT: Rassismus-Kommission kritisiert Basketballer

Darf eine junge Irakerin mit einem Kopftuch Basketball spielen? Der Verband sagt Nein. Für die Rassismus-Kommission ist dies inakzeptabel.

Drucken
Teilen
Sura al Shawk, Basketballerin beim STV Luzern. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Sura al Shawk, Basketballerin beim STV Luzern. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

«Jede Person hat das Recht, ihre Religion und ihre weltanschauliche Überzeugung frei zu wählen und allein oder in Gemeinschaft mit anderen zu bekennen.» So steht es in der Bundesverfassung. Darauf bezieht sich die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus (EKR) im Fall der 19-jährigen Ebikonerin Sura Al-Shawk. Es sei nicht Sache eines Sportverbandes, in diesem Fall des Basketballverbandes, in die Religionsfreiheit der jungen Irakerin einzugreifen, kritisiert EKR-Geschäftsführerin Doris Angst.

Der Deutschschweizer Basketballverband Probasket will der gläubigen Muslimin aus Ebikon künftig verbieten, mit dem Kopftuch das Spielfeld zu betreten. Die Schweizer Politiker reagieren auf das Kopftuch-Verbot des Basketballverbandes erwartungsgemäss unterschiedlich.

Einige finden den Entscheid von Probasket völlig daneben (Daniel Vischer, Nationalrat ZH,Grüne), andere geben zu bedenken, dass dann auch das Bekreuzigen der Fussballer verboten werden müsste (Sascha Kretz, FDP Luzern) oder aber dass Mannschaftssportler Regeln gehorchen müssen: Religiöse Ideale seien während dem Wettkampf wegzustecken. (Simon Schenk, Nationalrat BE, SVP).

Daniel Schriber

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der «Neuen Luzerner Zeitung» vom Freitag, 12. Juni.