KOPFTUCHDEBATTE: Basketballerin verlangt Spielberechtigung

Sura Al-Shawk beugt sich dem Kopftuch-Entscheid nicht. Die Ebikoner Basketballerin hat beim Amtsgericht Luzern-Land ein Rechtsbegehren eingereicht.

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Sura Al-Shawk. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Sura Al-Shawk. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Daniel Vischer, ihr Anwalt, bestätigte am Mittwoch gegenüber unserer Zeitung entsprechende Medienberichte.

Der Basketballverband Pro-Basket hatte der Muslimin Al-Shawk verboten, weiterhin mit Kopftuch zu spielen. Bevor sie zum NLB-Verein STV Luzern wechselte, hat die 19-Jährige immer mit Kopftuch gespielt – laut eigenen Angaben ohne dass dies je zu Problemen geführt hatte.

Ziel des Rechtsbegehrens ist es, dass Al-Shawk die provisorische Spielberechtigung erhält. Und zwar so lange, bis sich das Gericht abschliessend mit dieser Frage beschäftigt hat. Vischer rechnet damit, dass der Entscheid über die provisorische Spielerlaubnis Anfang 2010 eintrifft. Die Chancen seiner Mandantin beurteilt der grüne Nationalrat aus Zürich als gut.

Michael Graber/Neue LZ