Kopie von 69 Neuinfektionen innert 24 Stunden: BAG-Direktor ist «beunruhigt», Berset warnt

Die Corona-Zahlen steigen weiterhin an. BAG-Direktor Pascal Strupler spricht von einem «Freipass für das Virus». Alain Berset appelliert an die Ärzte, auch bei leichten Symptomen zu testen und rät von Reisen ab.

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Pascal Strupler, Direktor des BAG und Alain Berset zeigen sich beunruhigt über den erneuten Anstieg der Corona-Fälle.

Pascal Strupler, Direktor des BAG und Alain Berset zeigen sich beunruhigt über den erneuten Anstieg der Corona-Fälle.

Bild: Peter Klaunzer / Keystone (Bern, 14. September 2018)

(wap) Der jüngste Anstieg der Fallzahlen sorgt in Bern für Unruhe. BAG-Direktor Pascal Strupler wandte sich am Samstag mit einem Tweet an die Bevölkerung und rief dazu auf, trotz Lockerungen auf Hygiene und Distanz zu achten. «Spätestens wenn sich die Fallzahlen wieder verdoppeln, haben wir ein Problem», sagt Strupler im« Blick».

Auch Bundesrat Alain Berset warnte am Samstag davor, das Virus nun auf die leichte Schulter zu nehmen. In einem Interview mit Radio SRF 1 appellierte er an die Ärzteschaft. Es sei nun wichtig umzudenken: Man müsse auch bei leichten Symptomen sofort testen. Der Bundesrat zeigte sich zuversichtlich, dass die Kantone beim Contact Tracing gut aufgestellt seien. Es sei wichtig, dass sich jetzt alles gut einspiele, da sich die Situation im Laufe des Jahres wieder verschlechtern könne.

Weiter warnte Berset vor Reisen nach Serbien. Rechtlich habe man keine Handhabe, Reisen nach Serbien zu unterbinden. Er rate dennoch davon ab, das Land ohne dringenden Besuch zu besuchen. Dies gelte auch für andere Länder, die vom Coronavirus stark betroffen seien. Bei der Rückkehr solle man sich testen lassen und gegebenenfalls in Quarantäne gehen. Eine offizielle Reisewarnung gibt es jedoch nicht. Die Situation ändere sich ständig, so Berset. Es sei wichtig, dass sich die Bevölkerung über die Medien informiere.

Insgesamt sind in der Schweiz bisher 1682 Infizierte gestorben. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle liegt nun bei 31'555, das sind 367,6 Fälle pro 100'000 Einwohner.