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In Rickenbach belebt ein neuer Treffpunkt den Dorfkern

Bei der ehemaligen «Alten Mühle» in Rickenbach sorgt die Dorf-Wirtschaft für neuen Betrieb. Und der Bauherr und Küchenchef hat weitere Pläne: Nächstens soll eine Pastamaschine für die Produktion von italienischen Spezialitäten sorgen.
Ernesto Piazza
Remo und Monika Fehlmann mit Mitarbeiterin Franziska Katzorreck (Mitte, chef pãtissière) sind bereit für weitere Kundschaft. (Bild: Eveline Beerkircher, 10. Oktober 2019)

Remo und Monika Fehlmann mit Mitarbeiterin Franziska Katzorreck (Mitte, chef pãtissière) sind bereit für weitere Kundschaft. (Bild: Eveline Beerkircher, 10. Oktober 2019)

Es ist Znünizeit. Bauarbeiter holen sich ein frisch zubereitetes Sandwich, hausgemachte Nuss- oder Mandelgipfel, einen Kaffee. In der neuen Rickenbacher Dorf-Wirtschaft mit angegliedertem Bäckereiladen, Café und Lounge herrscht Betrieb. «Das muss so sein», sagt Geschäftsführer Remo Fehlmann und schmunzelt.

Dort, wo einst eine Mühle war, sind drei neue Baukörper entstanden. Im ersten Komplex befindet sich die neue Dorfwirtschaft. Sie ist seit 1. Juni offen. Das Lokal bietet je 60 Gästen im Innen- und im Aussenbereich Platz. Dieser dient ebenfalls als Bindeglied zum zweiten Gebäude. Dieses ist im Erdgeschoss Seminar- und Eventraum zugleich und speziell für Käse- und Weinliebhaber eingerichtet. Er kann für Meetings, Apéros, Degustationen sowie Business- und Familienanlässe gebucht werden. Weiter gehört daran anschliessend ein separater, rund 80 Plätze umfassender Raum dazu. Ihn will man beispielsweise für den nächstens startenden Sonntagsbrunch nutzen. Kulinarisch werden die dortigen Gäste ebenfalls von der Dorf-Wirtschaft her bedient. Ein drittes Gebäude – darin findet auch die Dorfmetzgerei Platz – rundet die Überbauung «Alte Mühle» ab.

Geschäftsführer und Küchenchef zugleich

Bauherr Peter Häfeli sagt: «Sie soll zur Begegnungszone im Dorfkern werden.» Für den Rickenbacher Geschäftsführer und Verwaltungsratspräsidenten der Intercheese AG, Beromünster, ist das Projekt «eine Herzensangelegenheit». Insgesamt umfassen die drei Bauten auch 14 Wohnungen. Mit der Bäckerei plus Café, der Metzgerei und der auf der andern Strassenseite liegenden Käserei sind die drei Lebensmittelläden im Dorf vereint. Wobei zu sagen ist: Die Käserei ist im Moment geschlossen. Angedacht sei jedoch ein Projekt, welches die Herstellung und den Genuss von natürlichen Lebensmitteln aufzeige, erklärt Häfeli.

Fehlmann ist nicht nur Geschäftsführer und betreibt zusammen mit seiner Frau die neue Dorf-Wirtschaft, er ist zugleich auch der Küchenchef. Das sei nicht so geplant gewesen, sagt er. «Ursprünglich bestand meine Aufgabe darin, das Projekt zu begleiten.» Doch wegen personeller Engpässe entschloss er sich zu diesem Schritt. Fehlmann ist nicht nur gelernter Koch. Er führte während 17 Jahren mit seiner Frau als Direktor das Hotel Sempachersee in Nottwil und hat sich breit aus- und weitergebildet. Zudem ist er VR-Präsident der Homa Management AG. Diese Firma beschäftigt sich unter anderem mit Neuausrichtungen oder Dienstleistungen in der Hotel- und Gastronomiebranche.

«Die Aufbauarbeit trägt langsam Früchte»

Der 51-Jährige sieht seine Rolle zu 100 Prozent im Tagesgeschäft. Dort will er solange Hand anlegen, bis die Dorf-Wirtschaft richtig läuft. Es sei ein sehr intensiver Job und beinhalte für ihn eine gewisse Umstellung. «Der Betrieb ist recht klein. Da macht man alles.» Positiv für ihn ist, «sehr nahe bei den Leuten zu sein.» Und das mit Erfolg. «Die Aufbauarbeit trägt langsam Früchte», so der Geschäftsführer. Ein Faktor hierfür sei sicherlich, dass alles inhouse frisch zubereitet werde. «Da kenne ich keine Kompromisse.»

Alles rund um das Thema Teig, ausser das von einer regionalen Bäckerei angelieferte Brot, wird vor Ort hergestellt. So auch die Patisserie. Zudem soll nächstens eine Pastamaschine für die Produktion von italienischen Spezialitäten sorgen. Mit Frische, Qualität und Dienstleistungen wolle man bei den Gästen punkten, erklärt Fehlmann. Und er spricht von einem Platz zum Verweilen und auch nicht von einem klassischen Café. «Es ist modern und trendy und geniesst durchaus Grossstadtcharakter.»

Momentan sind Dorf-Wirtschaft und Bäckerei die ganze Woche offen. Künftig könne es aber durchaus sein, dass das Restaurant einen Tag schliesst. «Wir wollen herausspüren, was am Sinnvollsten ist.»

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