Kranke sollen den Abfall nicht mehr trennen: So entsorgen wir während der Coronakrise

Haushalte, in welchen erkrankte oder unter Quarantäne stehende Personen leben, sollen ab sofort auf die korrekte Abfalltrennung verzichten. Dies, um den Schutz der Mitarbeiter der Luzerner Abfallentsorgung zu gewährleisten.

Elena Oberholzer
Hören
Drucken
Teilen
Die Mitarbeitenden der Luzerner Abfallentsorgung sollen in Zeiten des Coronavirus geschützt werden.

Die Mitarbeitenden der Luzerner Abfallentsorgung sollen in Zeiten des Coronavirus geschützt werden.

Bild: Manuela Jans-Koch, Emmen, 30. Mai 2018

Das Coronavirus hat unseren Alltag fest im Griff. Beinahe alles, was wir momentan machen und vor allem, wie wir es machen, ist auf die ein oder andere Weise auf eine Massnahme zur Eindämmung des Virus zurückzuführen. Auch bei der Abfallentsorgung müssen wir künftig auf bestimmte Dinge Acht geben. 

Die Entsorgung von Abfälle zählt gemäss dem Bundesamt für Umwelt (Bafu) zur Grundversorgung der Bevölkerung. Wie der Website der Real (Recycling Entsorgung Abwasser Luzern) zu entnehmen ist, werden Kehricht- und Wertstoffsammlungen gemäss Abfallkalender weiter durchgeführt, solange der Schutz der Mitarbeitenden gewährleistet werden kann. 

Für die Kehrichtsammlungen gelten deshalb folgende Regeln: 

  • Im privaten Haushalt sollen Abfälle wie Masken, Taschentücher, Hygieneartikel und Papiertaschentücher unmittelbar nach Gebrauch in Plastiksäcken gesammelt werden.
  • In Haushalten, in denen erkrankte oder unter Quarantäne stehende Personen leben, soll zudem auf die Abfalltrennung verzichtet werden. Will heissen: die Abfälle, welche man eigentlich separat sammelt, also Pet-Getränkeflaschen, Aludosen, Altpapier und Grüngut sollen mit dem normalen Kehricht entsorgt werden. Dadurch soll eine Infektionsgefahr für Real-Mitarbeitende oder Dritte ausgeschlossen werden.
  • Karton, Papier sowie saubere und unverderbliche Abfälle sollen solange wie möglich zu Hause gelagert werden.

Die elf Ökihöfe können nach wie vor aufgesucht werden. Die Anzahl der Parkplätze auf den Arealen wurde jedoch reduziert. Dies, um zu verhindern, dass sich zu viele Menschen gleichzeitig auf einem Ökihof aufhalten. Die Bevölkerung wird von Real ausserdem dazu aufgerufen, die Höfe nur dann aufzusuchen, wenn kein anderer Entsorgungsweg möglich ist.

Der Ökihof in Horw.

Der Ökihof in Horw.

Bild: Boris Bürgisser

Auf den Ökihöfen gelten folgende Verhaltensregeln: 

  • Der Zutritt für kranke Personen ist verboten.
  • Die BAG-Schutzmassnahmen müssen zwingend eingehalten werden. Alle Besucherinnen und Besucher des Ökihofs sind angehalten, sich an die Anweisungen der Ökihof-Mitarbeitenden zu halten.
  • In Warteschlangen an der Kasse und gegenüber Mitarbeitern oder anderen Besuchern ist die Zwei-Meter-Abstandregel zwingend einzuhalten.
  • Bei der Bezahlung von kostenpflichtigen Abfällen ist das Bargeld neu in eine Schale zu legen.
  • Karton, Papier sowie saubere und unverderbliche Wertstoffe sollen solange wie möglich zu Hause gelagert werden oder in der regulären Sammlung entsorgt werden.
Mehr zum Thema