KRANKENKASSE: Mehr Arbeit für Versicherungs-Ombudsmann

Der Ombudsmann der Krankenver­sicherung hat im vergangenen Jahr 5087 Anfragen bearbeitet. Das sind 6,5 Prozent mehr als 2006. Trotz des geringen Prämienanstiegs nahmen die Probleme bei Kassenwechseln signifikant zu.

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Der Kassenwechsel bringt manchmal Probleme mit sich. Bild Keystone

Der Kassenwechsel bringt manchmal Probleme mit sich. Bild Keystone

Die meisten Anfragen betrafen die Leistungen der Krankenkassen.

Wegen der geringen Prämienaufschläge wollten weniger Versicherte selber ihren Krankenversicherer wechseln, wie dem am Donnerstag veröffentlichten Tätigkeitsbericht des Ombudsmanns zu entnehmen ist. Die Versicherten seien deshalb von den Kassen stärker und mit aggressiveren Methoden umworben worden als in anderen Jahren. Besonders der Einsatz von mangelhaft ausgebildeten oder unseriös arbeitenden Vermittlern habe zu Folgeproblemen wie Doppelversicherungen, Deckungslücken oder Rabattverlusten geführt. Die Ombudsstelle rechnet damit, sich auch in nächster Zeit noch mit den Folgen verunglückter Kassenwechsel befassen zu müssen.

Der Grossteil der Anfragen, nämlich 3125 Dossiers, betraf den Bereich Versicherungsleistungen. Laut dem Ombudsmann ist vor allem dort, wo in der Grundversicherung Spielräume bestehen, eine zunehmend restriktive Haltung der Kassen zu beobachten. Besonders viele Anfragen bezogen sich etwa auf die Anwendung von Medikamenten in Therapien, in denen sie nicht vorgesehen sind, die Reduktion von Spitexleistungen auf die Ansätze eines Pflegeheims, ausserkantonale Hospitalisationen oder Mutterschaftsleistungen.

ap